ANPFIFF - Oberliga

Der doppelte Drewes: Co-Trainer des RSV wird auch weiter als Verteidiger gebraucht

Christoph Drewes im Porträt.
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Der Blick ist nahezu gleich, das Oberteil ein anderes: Die Rolle von Christoph Drewes beim Rotenburger SV ist noch etwas unklar. Eigentlich wollte er sich verstärkt auf seine Funktion als Co-Trainer konzentrieren und das Polo-Shirt tragen, doch vieles spricht dafür, dass er sich als Spieler weiter das Trikot überstreifen muss.

Eigentlich wollte sich Christoph Drewes auf sein Amt als Co-Trainer beschränken. Doch nach dem Ausfall von Sämi van den Berg wird er auch auf dem Feld gebraucht.

Rotenburg – Wenn Christoph Drewes zum Kopfball hochsteigt, geht das im Regelfall nicht geräuschlos vonstatten. Meist begleitet ein lautes Stöhnen die Aktion – so, als würde sich der Innenverteidiger anschließend vor lauter Erschöpfung austauschen lassen müssen. Doch der Eindruck täuscht, es ist vielmehr das Markenzeichen des 34-Jährigen. Der gebürtige Schweriner dürfte auch in der neuen Saison wieder ein fester Bestandteil des Kaders sein – obwohl das anders geplant war.

„Ich möchte keinem im Weg stehen und werde einen Teufel tun, mich in die erste Elf zu drücken. Meine Rolle sollte die eines absoluten Back-up-Spielers sein“, betont Drewes. Eigentlich hatte er sich verstärkt auf seinen Part als Co-Trainer konzentrieren wollen. Dann jedoch kam der längerfristige Ausfall des gesetzten Innenverteidigers Sämi van den Berg (Patellaspitzensyndrom) dazwischen – und Drewes´ Erfahrung aus mehr als 100 Oberliga- und fast so vielen Landesliga-Spielen war wieder gefragt, auch wenn es „vom Tempo zurzeit noch nicht reicht“, wie Coach Tim Ebersbach meint.

Christoph Drewes wollte eigentlich nur noch als Co-Trainer des Oberligisten agieren.

Das weiß auch Drewes nur zu gut: „Ich habe noch vier, fünf Kilo zu viel drauf. Mein Fitnesszustand ist definitiv nicht so, wie er mal war. Ich bin auch nicht jeden zweiten Tag laufen gewesen, sondern habe mein Haus renoviert“, erzählt der in Bremen-Osterholz wohnende und in Verden tätige Werkstatt-Leiter. Die obere Etage seines Altbaus (Baujahr 1963) habe er geschafft, momentan sind die Außenanlagen an der Reihe. Doch jetzt „wird es wohl darauf hinauslaufen, dass ich das eine oder andere Spiel machen muss“. Auch abhängig vom System, also ob zwei oder drei Innenverteidiger auf dem Platz stehen.

Normalerweise, verrät Drewes, habe er nach dem zweiten Lockdown bereits mit der Oberliga abgeschlossen. „Ich habe echt Angst, den Absprung zu verpassen. Ich habe ja ein großes Mundwerk und erwarte deshalb auch von mir selbst, dass ich das umsetze, was ich den Jungs erzähle“, sagt der Routinier. Doch im Stich will er das Team nicht lassen, insofern nimmt er jede Trainingseinheit mit. Allerdings schon jetzt mit einer Ankündigung für die Zukunft: „Das wird definitiv meine letzte Oberliga-Saison sein“, bemerkt er. Im Falle eines Abstiegs lässt er sich jedoch eine Hintertür offen: „Landesliga müsste man dann mal gucken.“ Tim Ebersbach ist überzeugt: „Die Landesliga traue ich ihm eh noch zu.“ Aber eigentlich möchten sie ja gar nicht dahin zurück.

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