Mittelfeldspieler wagt den Neustart

Vom Rotenburger SV zum FC Hagen/Uthlede: Julian Deppe zieht‘s zur Konkurrenz

Das Trikot des Rotenburger SV trägt Julian Deppe künftig nicht mehr – er verabschiedet sich in Richtung des Ligakonkurrenten FC Hagen/Uthlede.
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Das Trikot des Rotenburger SV trägt Julian Deppe künftig nicht mehr – er verabschiedet sich in Richtung des Ligakonkurrenten FC Hagen/Uthlede.

Rotenburg – Der Sprung von der Bezirksliga in die Oberliga ist ein ziemlich großer – das musste auch Julian Deppe feststellen. Der talentierte Mittelfeldspieler war im Sommer von der TuSG Ritterhude zum Rotenburger SV gewechselt, zu einem Pflichtspieleinsatz kam er jedoch nicht. Vor allem Verletzungsprobleme durchkreuzten die Pläne des 19-Jährigen. Doch Deppe gibt nicht auf. Er verlässt in der Winterpause zwar die Wümmestädter wieder, bleibt aber in der Liga und schließt sich dem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, dem FC Hagen/Uthlede, an. „Ich will dort einen Neustart wagen“, sagt er selbst.

Der Rotenburger SV hat nichts dagegen. „Julian bekommt die Freigabe“, bestätigt Geschäftsführer Joschka Kleber. Und Trainer Tim Ebersbach ergänzt: „Wir wollen ihm keine Steine in den Weg legen. Dafür gibt es auch keinen Grund.“ Künftig wird Deppe also in Hagen unter dem früheren RSV-Coach Benjamin Duray trainieren. „Mir hat das Gesamtpaket dort einfach zugesagt. Ich hatte sehr offene und ehrliche Gespräche mit den Verantwortlichen, was mir gefallen hat. Außerdem kenne ich den einen oder anderen neuen Mitspieler aus meiner Zeit beim SC Borgfeld und der Landesauswahl Bremen schon sehr gut“, erzählt der Ritterhuder. Auch die Nähe zu seinem neuen Verein spielt eine Rolle: „Hagen ist deutlich näher dran. So fahre ich anstatt 45 Minuten nur 20 Minuten zum Training.“

Für den Rotenburger SV bleiben in seiner Vita also nur zwei Einsätze in der Vorbereitung stehen – in den Freundschaftsspielen gegen den Habenhauser FV und die SG Aumund-Vegesack. „Nach circa vier Wochen der Vorbereitung habe ich durchgehend mit Rückenschmerzen zu tun gehabt“, erzählt Deppe. Die Leidenszeit zog sich hin. Nachdem er mehrmals zum Röntgen war, sich einer MRT-Untersuchung unterzogen und mehrere Chiropraktiker durch hatte, wurde eine Fehlstellung der Hüftgelenke festgestellt, durch die sich die Wirbelsäule der Schiefstellung angepasst und die Schmerzen verursacht hatte. „Das Gewebe, welches sich dort gebildet hatte, hatte sich dann auch noch entzündet. So hatte ich Tage, wo ich nicht aus dem Bett aufstehen konnte vor lauter Schmerzen“, erinnert sich der Youngster, der sich nun aber auf dem Wege der Besserung befindet. Mit einem individuellen Laufplan sowie Kraftübungen, die ihm Rotenburgs Physiotherapeut Pascal Hein täglich schickt, macht er sich fit. „Meine Verletzung hat sehr zu meiner Entscheidung beigetragen. Die kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt. So habe ich den Saisonstart verpasst“, weiß Deppe, dem dann auch ein wenig die Wertschätzung fehlte. „Hier mache ich dem RSV aber gar keinen Vorwurf.“ Hinzu kommt, dass die Konkurrenz auf seiner Position im zentralen Mittelfeld sehr groß ist. „An unseren Sechsern kommt er aktuell nicht vorbei, für mich wäre es ein Zweijahresprojekt mit ihm gewesen“, erklärt Ebersbach und meint: „Er hat einen wahnsinnigen Aufwand betrieben.“

Deppe resümiert: „Alles in allem finde ich es schade, wie es beim RSV für mich gelaufen ist, da die Mannschaft echt einige super Charaktere hat. Aber nun freue ich mich, bald für Hagen spielen zu können und hoffentlich Anfang 2021 wieder fit zu sein.“

Von Matthias Freese

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