„Kurve nicht gekriegt“

RSV unterliegt Emmendorf trotz bester Chancen mit 0:1

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Christoph Drewes (r.) grätscht dazwischen: Der Spielertrainer der Zweiten, der nun erst mal in der Ersten festgespielt ist, gab den Abwehrchef und ging später auch mit nach vorne. Hier stört er Emmendorfs Marcus Frommhagen.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die am Zaun befestigten Werbebanden und das Plexiglasdach der Auswechselbank mussten ganz schön was abkönnen. Siegestrunken donnerten die Fans des SV Emmendorf immer wieder mit der flachen Hand dagegen. Eine echte Chance genügte den Gästen, um im Nachholspiel der Fußball-Landesliga die Punkte aus dem Ahestadion zu entführen. Und das, obwohl der Rotenburger SV bei der 0:1 (0:0)-Niederlage beste Tormöglichkeiten besaß.

In einem Punkt blieben sich die Widersacher treu: Wieder sahen die rund 150 Zuschauer in diesem Duell nur ein Tor. Wie schon in der vergangenen Saison, als sich der RSV jeweils mit 1:0 durchgesetzt hatte. Nun hat der Kontrahent aus dem 800-Seelen-Dorf in der Nähe von Uelzen erstmals die drei Punkte eingesackt. „Das ist doppelt bitter, denn die Emmendorfer haben eigentlich gar nichts investiert, sondern reines Abwehrpressing gespielt“, haderte RSV-Trainer Tim Ebersbach, räumte aber auch ein: „Die haben den Kampf angenommen, wir nicht – den Vorwurf müssen wir uns machen.“

In der Tat war es der RSV, der die spielerische Note in die Partie brachte und auch gute Chancen produzierte. Zur tragischen Figur wurde dabei Stefan Denker, der allein vier Hochkräter besaß – unter anderem auch die letzte Möglichkeit in der siebten Minute der Nachspielzeit, als er nach guter Vorarbeit von Björn Mickelat aus der Nahdistanz an den Pfosten köpfte. Schon in der siebten Minute war ein Schlenzer von ihm noch vor der Linie geklärt worden, kurz vor dem Pausenpfiff hatte er nach Pass von Christoph Drewes den Ball über Keeper Felix Lüring, aber eben auch das Tor gehoben. Auch in der zweiten Hälfte scheiterte Denker aus sieben Metern (78.).

Auffällig war jedoch, dass die Emmendorfer sich mit zunehmender Spieldauer ein Übergewicht im Mittelfeld erkämpften. „Wir waren nicht so im Spielfluss drin. Und im Zentrum waren wir zweikampfmäßig unterlegen“, musste Ebersbach feststellen. So wich er auch vom anfänglichen 4-1-4-1-System ab und opferte in der 63. Minute Flügelspieler Atilla Iscan, um mit Timo Kanigowski einen weiteren Sechser zu bringen – ohne durchschlagenden Erfolg. Denn zehn Minuten später profitierte der gerade erst eingewechselte Hannes Helmke davon, dass die RSV-Defensive gleich mehrfach die Situation vor dem eigenen Tor nicht geklärt bekam.

Das anschließende Anrennen – am Ende mit Abwehrchef Drewes als Sturmspitze und Keeper Henner Lohmann bei Standards vorne drin – brachte zwar gute Chancen von Mickelat (77.) und Jelle Röben (90.), wurde aber immer wieder vom übertriebenen Zeitspiel der Emmendorfer unterbrochen. Doch selbst sieben Nachspielminuten reichten dem RSV am Ende nicht, um auszugleichen. „Wir haben die Kurve nicht gekriegt, um mit einfachem Fußball das Tempo hochzuhalten“, monierte Ebersbach.

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