Nach spätem 2:2 gegen Ahlerstedt/Ottendorf bleibt der RSV an der Spitze

Denker bringt die Belohnung

Erstmals seit fast zehn Monaten stand Mathis Wulff nach seinem Fußbruch wieder in der Rotenburger Startelf. Hier spielt er den Ball, ehe Thore Nissen (r.) da ist. Fotos: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Intensiv, emotionsgeladen, unterhaltsam – die Duelle mit der SV Ahlerstedt/Ottendorf sind nie langweilig! So bekamen die rund 170 Zuschauer im Ahe-Stadion durchaus etwas geboten, nur einen Sieger sahen sie nicht: Im umkämpften Spitzenspiel der Fußball-Landesliga verhalf Routinier Stefan Denker dem RSV in der Schlussphase noch zu einem Punktgewinn gegen den Titelanwärter aus dem Kreis Stade – 2:2 (1:2).

Damit bleibt die Wümme-Elf nach bisher fünf Siegen auch in der sechsten Saisonpartie ungeschlagen und verteidigte ihre Tabellenführung. Nächsten Sonntag kommt es beim MTV Treubund Lüneburg zum nächsten Gipfeltreffen. „Wir können mit dem Punkt leben. Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie es nach dieser krassen Woche noch gewuppt haben“, meinte RSV-Trainer Tim Ebersbach. Fünf Tage vor dem Spiel war Vorstandsmitglied Paul Metternich gestorben, die Mannschaft lief deshalb mit Trauerflor auf.

Für einen war die Partie aus einem anderen Grund ein ganz besonderes Spiel: Der rechte Außenverteidiger Mathis Wulff lief das erste Mal seit dem 24. November 2018 in der Startelf auf – damals hatte er sich gegen Ahlerstedt nach einem Foul den Mittelfuß gebrochen. „Dass es wieder ein kampfbetontes Spiel wird, war klar“, meinte Wulff, der sich bereits in der neunten Minute Gelb abholte. Der RSV wollte das Angriffsspiel der Gäste mit einer Fünferkette auffangen, doch früh zeigte sich, dass Ahlerstedt durch seine beiden Flügelspieler Jannik Peters und Martin Sattler immer wieder mit viel Dampf durchkam und auch im Zentrum ein Übergewicht besaß.

Trotzdem erwischte der Spitzenreiter einen Traumstart: Nach einem Foul von Niklas Niekerken an Jan Friesen zirkelte Yannik Funck den Freistoß zentral aus 20 Metern ins linke Eck – 1:0 (7.). Denker hätte erhöhen können, als er frei vor Keeper Jannis Trapp auftauchte (14.), doch stattdessen glich das Team von Coach Malte Bösch aus: Lennard Fock reagierte nach einer Peters-Flanke am kurzen Pfosten am schnellsten (19.).

Zwei dicke Aufreger gab es noch in Halbzeit eins: Der erste führte zum 2:1 für die Gäste. Bei seinem Sololauf traf Süleyman-Can Yaman mit seiner linken Hand Björn Mickelat dort, wo es für Männer am unangenehmsten ist. „Er weiß genau, was er gemacht hat, er hat ja noch umgedreht“, erzürnte sich der RSV-Routinier. Während er mit Schmerzen liegen blieb, vollendete Peters die Vorarbeit mit einem abgefälschten Schuss zum 2:1 (24.). Die Emotionen kochten auch hoch, als Yannick Chwolka rustikal gegen Sattler einstieg, nachdem die Szene bereits abgepfiffen war. Der auf Chwolka zustürmende Yaman wurde wiederum von Drewes weggeblockt und fiel etwas theatralisch (39.). Beide RSV-Akteure sahen Gelb, Chwolka durchaus mit Fortune. Während beide Trainer besonnen reagierten und sich auch die Spieler schnell wieder im Griff hatten, traf das außerhalb des Feldes nicht auf jeden zu. Mickelat verpasste wiederum die dickste Chance zum Ausgleich (44.).

Spannend blieb es im zweiten Durchgang. Erst die Umstellung auf das 4-4-2-System nach 55 Minuten und die Hereinnahme von Tobias Kirschke brachte die Platzherren wieder ins Spiel. Scheiterte Friesen noch per Kopfball am glänzend reagierenden Trapp (83.), leitete der immer auffälliger werdende Karol Karpus mit einer Flanke auf Denker das 2:2 ein (85.). „Wir hätten auch das 1:3 fangen können, aber wir haben uns reingebissen und verdient den Punkt gewonnen“, fand Mickelat.

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