KREISLIGA-INTERVIEW Bothels Kapitän über Corona, Trainer und den Saisonstart

Denell: „Sorge schwebt immer mit“

Kritischer Blick: Als Teilzeit-Trainer, wie er selbst sagt, hat Sascha Denell zuletzt zwei deutliche Niederlagen seines TuS Bothel mit ansehen müssen.
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Kritischer Blick: Als Teilzeit-Trainer, wie er selbst sagt, hat Sascha Denell zuletzt zwei deutliche Niederlagen seines TuS Bothel mit ansehen müssen.

Bothel – Zehn Gegentore in zwei Spielen, zwei deutliche Niederlagen gegen den TuS Zeven (3:5) und den SV Anderlingen (0:5) – der TuS Bothel hat den Start in die neue Saison der Fußball-Kreisliga ordentlich verpatzt. Bei vielen Vereinen würde der Trainer bald seinen Platz an der Seitenlinie schon mit einem Schleudersitz im Personalkarussell tauschen müssen. Da die Botheler aber nach wie vor keinen Coach haben, gestaltet sich das schwierig. Die Mannschaft trainiert sich selbst, hört aktuell vor allem auf das Kommando von Kapitän Sascha Denell (23). Doch wie lange noch? Wir haben mit dem zuletzt verletzten Keeper über seine neue Rolle im Team, seinen Lieblingstrainer sowie die Corona-Krise gesprochen und versucht, Gründe für den schlechten Saisonstart zu finden.

Herr Denell, Sie haben getippt, dass Sie mit dem TuS Bothel mit 2:1 gegen den Bremervörder SC gewinnen. Wie soll der Sieg nach zuletzt so deutlichen Niederlagen gelingen?

Die letzten Spiele waren echt nicht leicht für uns – vor allem nicht für die Verteidigung. In jeder Partie stand ein anderer Keeper zwischen den Pfosten, da fehlt es natürlich an einer gewissen defensiven Stabilität. Ich bin jetzt allerdings wieder fit und werde endlich mitspielen können. Vielleicht bekommt unsere Verteidigung so wieder ein bisschen Sicherheit ins Spiel.

Also gibt’s gegen Bremervörde keine fünf Gegentore?

Ich hoffe nicht.

Sie sind im TuS Bothel aktuell nicht nur Spieler und Kapitän sondern inzwischen auch ein „Coach“. Wie gefällt Ihnen die neue Rolle?

Spieler und Kapitän bin ich ja schon länger, das macht mir auch großen Spaß. Als Teilzeit-Trainer habe ich mir schon einige Tipps holen müssen – zum Beispiel von meinem Mitspieler Christoph Meinke, der unsere erste Herren ja auch schon einmal trainiert hat. Wenn man selbst in der Position ist, merkt man erst, was ein Trainer alles beachten muss und was er für einen großen Aufwand hat.

Was müssen Sie denn als Coach so alles beachten?

Puh ... Wirklich eine Menge. Man muss das Training vor- und nachbereiten. Beim Spiel müssen Bälle, Getränke und der Eiskoffer da sein und und und. Es sind viele Sachen, die man im Kopf haben muss.

Können Sie sich denn vorstellen, das Amt langfristig zu bekleiden?

Ich denke nicht, dafür bin ich zu jung und unerfahren.

Wenn Sie die Wahl hätten: Wer soll der neue Trainer des TuS Bothel werden?

Christoph Meinke! Aber das ist leider aktuell keine Option. Er ist zu beschäftigt als Stützpunktrainer.

Dann müssen Sie es wohl weiter richten ... Wie kann ein Sieg gelingen?

Wir müssen die Spieler motivieren. Wir können ja alle Fußball spielen. Zuletzt ist es an Kleinigkeiten gescheitert – wie der Einstellung oder der Aggressivität in Zweikämpfen. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis in der Liga.

Könnte die Einteilung in Auf- und Abstiegsrunde ein Vorteil sein für Bothel?

Keine Ahnung, da bin ich total im Zwiespalt. Es hat natürlich Vor- und Nachteile ... So oder so: Es ist in der aktuellen Situation die einzige Lösung.

Glauben Sie denn, dass die Saison beendet werden kann?

Die Sorge schwebt immer mit. Aber es liegt nicht in unserer Gewalt, das zu entscheiden. Es ist schwierig. Wir wollen ja spielen und die Saison packen, von daher hoffen wir einfach mal das Beste.

Von Lea Oetjen

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