Bothel siegt trotz einer katastrophalen ersten Hälfte mit 1:0 gegen Ippensen / Cusimano erzielt einziges Tor

Denell erweist sich als unüberwindbares Hindernis

Gianfranco Cusimano (r.) drehte erst in der zweiten Halbzeit richtig auf. Foto: Lüdemann

Bothel - Von Nicolas Tréboute. Dass der TuS Bothel nach der ersten Halbzeit des Fußballspiels gegen den SV Ippensen überhaupt noch die Option auf drei Zähler besaß, hatte zwei Gründe: jede Menge Glück und einen schier unüberwindbaren Torhüter. „Wir können uns bei Sascha Denell bedanken“, gestand auch Spielertrainer Christoph Meinke nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg, der den Gastgebern bei drei Punkten Rückstand auf den SV Lilienthal-Falkenberg weiterhin die Chance erhält, auch im kommenden Jahr in der Bezirksliga vertreten sein zu können.

Darauf hatte im ersten Abschnitt nicht sonderlich viel hingedeutet. Während die Gäste mit einer reifen und schnörkellosen Spielweise überzeugten, ließ Bothel selbst die für ein Fußballspiel nötigen Grundeigenschaften vermissen. Bereits in der neunten Minute hatte Steffen Klindworth die erste Möglichkeit, seine Farben in Front zu bringen, scheiterte jedoch an Denell. Der 21-jährige Keeper behielt kurze Zeit später im Eins-gegen-eins erneut gegen Steffen Klindworth die Oberhand (16.) und machte sein Meisterstück mit einem sensationellen Reflex gegen Dennis Klindworth (32.). Lediglich nach einem kapitalen Bock von Bothels Innenverteidiger Kevin Altmann, dessen Kopfballrückgabe viel zu kurz geriet, wäre der umspielte Denell machtlos gewesen, doch Torsten Hoops kratzte den Ball mit einer Grätsche im letzten Moment noch von der Linie (19.).

Die Gastgeber schleppten sich schließlich mit einem denkbar unverdienten Remis in die Pause, wo ihnen von Spielertrainer Christoph Meinke ordentlich die Leviten gelesen wurden: „Wir können absteigen, aber nicht so. Nicht einmal Einsatz war bei uns vorhanden. Es gab deutlich Worte in der Kabine.“ Und diese trafen offenbar auf fruchtbaren Boden. „Die zweite Halbzeit war eine Wende um 180 Grad“, fand der Coach. Phil Stölpe scheiterte innerhalb von 15 Sekunden zweimal per Kopf an der Latte (53.) und als Cedric Ahrens den Abpraller zum vermeintlichen 1:0 über die Linie drückte, war der Jubel bereits groß. Doch Schiedsrichter Mirko Wendt (TSV Bienenbüttel) gab den Treffer wegen einer Abseitsposition nicht. Nur drei Minuten später fiel dann doch der erlösende Treffer: Stölpe setzte sich an der rechten Außenlinie gegen drei Gegenspieler durch und verlagerte auf den freistehenden Gianfranco Cusimano, der das Leder flach ins lange Ecke setzte – 1:0.

Cusimano war es auch, der im Anschluss frühzeitig für klare Verhältnisse hätte sorgen können, doch dem Flügelspieler versagten gegen Torwart Florian Krause die Nerven (66.). So kam es, dass Bothel nach einem der wenigen Fehler von Abwehrchef Hoops noch einmal zittern musste. Doch Dennis Klindworth schob den Ball am Tor vorbei (76.), sodass die Meinke-Elf drei immens wichtige Punkte einfuhr.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Elf Tote bei Attacken Israels auf Dschihad-Ziele

Elf Tote bei Attacken Israels auf Dschihad-Ziele

Farben im Märchen: Neue Schau der Grimmwelt Kassel

Farben im Märchen: Neue Schau der Grimmwelt Kassel

"Apokalyptische Zerstörung": Hochwasser verwüstet Venedig

"Apokalyptische Zerstörung": Hochwasser verwüstet Venedig

Elon Musk: Tesla baut europäische Fabrik bei Berlin

Elon Musk: Tesla baut europäische Fabrik bei Berlin

Meistgelesene Artikel

Gleiches Team – mehr Punkte

Gleiches Team – mehr Punkte

Muniz glänzt als Vorbereiter

Muniz glänzt als Vorbereiter

Miesners Matchplan geht auf

Miesners Matchplan geht auf

Vier Talente für Deutschland

Vier Talente für Deutschland

Kommentare