Keeper mit etlichen Ballkontakten gegen Ippensen

Denell agiert beim 0:2 als „Libero“

Ippensens Torhüter Frank Hastedt blockt den Schuss von Frenk Günter ab. Kurz danach folgt auch der Pfiff – Abseits. - Foto: Freese
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Ippensens Torhüter Frank Hastedt blockt den Schuss von Frenk Günter ab. Kurz danach folgt auch der Pfiff – Abseits.

Bothel - Von Matthias Freese. Nach einer knappen Stunde gab es den Wechsel an den Füßen: Spielertrainer Christoph Meinke zog seine Turnschuhe aus und die Stollenschuhe an. Eine gute Viertelstunde später stand der 30-Jährige trotz einer Mittelfußverletzung auf dem Platz – doch zur entscheidenden Wende vermochte er seinen TuS Bothel in der ersten Hauptrunde des Fußball-Bezirkspokals nicht mehr zu führen.

Auf eigenem Platz schieden die Grün-Weißen gegen den Bezirksliga-Rivalen SV Ippensen durchaus verdient mit 0:2 (0:0) aus. Ippensen ist damit in der nächsten Runde Gastgeber für den klassenhöheren Rotenburger SV.

Die Szene, die das Spiel entschied, ereignete sich kurz vor Meinkes Einwechslung. In der 72. Minute spielte der in der Pause gekommene Routinier Kevin Altmann einen Querpass in den freien Raum und fand in Nils Klindworth einen dankbaren Abnehmer. Der Ippenser lief mit dem Ball aufs Tor zu und schloss erfolgreich ab. „Wir hatten ja selbst auch keine großen Torchancen, aber damit haben wir den Gegner stark gemacht“, ärgerte sich Meinke. Zwei Mal bestand noch die Chance zum Ausgleich. Erst parierte Torwart Frank Hastedt jedoch einen Drehschuss von Frenk Günter (75.), dann erwischte Nico Schanowski ein Meinke-Zuspiel im Fünfmeterraum nicht richtig (87.). Stattdessen legte Marcel Behrens in der Nachspielzeit das 2:0 für die Gäste drauf.

Bothel blieb ohne Goalgetter Cedric Ahrens (Bauchmuskelzerrung) vorne weitgehend harmlos. Zudem sah sich die neu formierte Abwehr mit Lennart Henke und Torsten Hoops in der Innenverteidigung einem heftigen Anfangsdruck ausgesetzt. „Die beiden haben da aber sehr stabil gestanden“, betonte Meinke. Bisweilen flogen die Pässe auch mal ins Seitenaus, auffällig oft lief der Ball aber über Keeper und „Libero“ Sascha Denell, der neben Hoops fast zum Akteur mit den meisten Ballkontakten avancierte, allerdings nicht immer ganz risikofrei. „Die Torhüter sollen bei uns mehr in den Spielaufbau eingebunden werden“, erklärte Meinke. Trainerkompagnon Tomas Meyer, selbst einige Jahre beim Rivalen an der Seitenlinie, ergänzte indes: „Ippensen hat viel Druck gemacht. Erst als der nachgelassen hat, kamen wir besser ins Spiel.“ Nach einer guten halben Stunde war das. Ohne Meinke fehlte allerdings eine ordnende Hand, auch wenn der junge Phil Stölpe eine solide Leistung als Sechser zeigte.

Ippensen hätte bereits in der 47. Minute in Führung gehen müssen, als der angeschlagene Dennis Klindworth nach einem Henke-Fehler im Aufbauspiel frei vor Denell auftauchte, jedoch verzog und anschließend verletzt ausgewechselt wurde.

Wann nun die Partie gegen den RSV steigt, ist übrigens noch unklar. Während alle anderen Spiele für nächsten Sonntag angesetzt wurden, war diese Partie bereits vorher für Sonnabend (15.30 Uhr) terminiert worden. „Von uns kam das nicht“, wundert sich RSV-Spielausschussobmann Jörg Matthies ebenso wie der SV Ippensen. „Das müssen wir jetzt erst mal klären“, meinte Hendrik Kaiser aus dem Trainerstab des Bezirksligisten.

Stenogram

TuS Bothel - SV Ippensen 0:2 (0:0) - TuS Bothel: Denell - Tim Kalwait (46. Altmann), Henke, Torsten Hoops, Neuschwander, Stölpe, Griech, Patrick Hollmann (62. Schanowski), Bastian Hollmann, Cusimano, Günter (76. Meinke) - Tore: 0:1 (72.) Nils Klindworth, 0:2 (90.+1) Marcel Behrens.

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