Hurricanes holen in Freiburg auf, verlieren aber mit 68:76 / Hart stark verbessert

„Den Sieg verschenkt“

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Mit Zug zum Korb: Die gebürtige Ostervesederin Judith Schmidt (am Ball) zieht in dieser Szene an Kata Takács vorbei.

Scheessel - Es bleibt dabei: Die Avides Hurricanes befinden sich zwar auf Augenhöhe mit dem USC Freiburg – doch gewinnen können sie in der Basketball-Bundesliga der Damen gegen die Eisvögel nicht. In der Universitätshalle im Breisgau unterlag das Team von Christian Greve nach einer Aufholjagd mit 68:76 (34:40).

„Die Chance war da, der Sieg greifbar nahe. Wir haben ihn aber verschenkt – das ist ärgerlich“, betonte der Coach.

Letztlich waren die vier Minuten unmittelbar nach der Halbzeit der „Killer“ für die Hurricanes. Da kamen sie mit dem Freiburger Tempo nicht mit, kassierten einen 2:10-Run und lagen prompt mit 36:52 hinten. Nur mit viel Aufwand gelang es, diesen 16-Punkte-Rückstand vor 700 lautstarken Zuschauern zu reduzieren. Zum Auftakt des Schlussviertels brachten Centhya Hart und Andrea Baden ihr Team auf 54:59 heran, Vanessa House (66:70/38.) und Hart (68:72/39.) hielten die Hoffnung auf die Wende bis zur letzten Minute aufrecht.

Vor allem die vergebenen Dreier verhinderten mehr. Auffällig war ohnehin, dass sich die Hurricanes in der ersten Hälfte hier spürbar zurückgehalten hatten. Lediglich Lea Vatthauer hatte es drei Mal riskiert – und zwei Mal getroffen. In der zweiten Hälfte sollten acht vergebliche Versuche der Gäste hinzukommen, während Freiburg insgesamt sechs Dreier versenkte. Auch bei den Rebounds, insbesondere den offensiven, besaßen die Süddeutschen einen Vorteil (20:12). Hinzu kam eine erneut schwache Freiwurfquote von 66 Prozent bei den Hurricanes. „Für ein Profiteam sind das zehn Prozent zu wenig für den Mindeststandard“, meinte Greve.

Trotz aller Kritik gab es auch positive Aspekte. Centhya Hart etwa zeigte ihr bestes Spiel seit Monaten und überzeugte mit soliden 19 Punkten und neun Rebounds – es waren die Bestwerte ihres Teams in diesen Kategorien. „Ja, ‚Coco‘ war richtig gut“, fand ihr Coach. Auch Kata Takács zeigte sich deutlich verbessert, kam bei 18 gespielten Minuten auf acht Punkte und vier Rebounds. Dafür wirkte Samantha Meissel nicht so konzentriert wie gewohnt in der Defensive und ließ zu viele Korbleger zu.

„Wir haben die Insidespielerinnen besser verteidigt als erwartet, aber das Problem war, dass Freiburg eher übers Kollektiv scoren durfte, weil immer irgendjemand bei uns nicht intensiv genug war“, resümierte Greve. „Wir haben Freiburg phasenweise richtig gut unter Druck gesetzt, aber eben nur sporadisch – das nervt.“ Also kündigte der Coach ein erneutes Videostudium an und meinte: „Wir werden jetzt kritisch miteinander umgehen.“ · maf

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