Top-Leistung von Frederic Nitsch in Bergedorf / Entscheidung in drei Monaten

„Den kriegst du einfach nicht weggeschoben“

Kreiszeitung Syke

Kreis-Rotenburg - Von Lars KattnerROTENBURG · Die Stärken von Basketballer Frederic Nitsch liegen in der Defense. Das gilt in erster Linie für sein bevorzugtes Spiel im „Low Post“, der Zone unter den Körben. Den Beweis trat der Center der BG ’89 Hurricanes beim 83:62-Erfolg bei der TSG Bergedorf in der 2. Regionalliga an: In beeindruckender Manier verteidigte er den bärenstarken Lazar Georgiev und brachte sein Team damit auf die Siegerstraße. Aber auch außerhalb des Spielfelds zeigt sich der 19-Jährige eher defensiv: „Es war nicht nur mein Verdienst, wir haben ihn als Mannschaft bei 20 Punkten gehalten und als Mannschaft gewonnen.“

Diese Zurückhaltung ist typisch für Nitsch, der bereits seit drei Jahren in der ersten Herren spielt. „Er ist bei uns ein Führungsspieler“, sagt denn auch sein Trainer Roland Senger. „Das muss er sich aber manchmal noch mehr bewusst machen.“

In der Partie gegen Bergedorf ließ Nitsch daran allerdings keine Zweifel aufkommen. Neben seiner starken Abwehrarbeit überzeugte er zudem mit zahlreichen gelungenen Aktionen in der Offense. Insgesamt 21 Punkte verbuchte der „Fast-Zwei-Meter-Mann“ (1,98), und damit einen mehr als Gegenspieler Georgiev. „Ich habe mich vor der Partie speziell auf die Defense vorbereitet, schließlich wusste ich ja, was mich erwartet. Die vielen Punkte kommen dann fast von ganz allein, die Offense läuft über die Defense“, erklärt Nitsch.

Der Erfolg war auch deswegen wichtig, um wieder etwas Selbstvertrauen zu tanken. „Nach dem Debakel gegen Halstenbek gab es kein Gemecker, sondern wir haben die Fehler konstruktiv analysiert und die Vorgaben des Trainers im Spiel gut umgesetzt“, blickt Nitsch auf die vergangene Trainingswoche zurück.

Coach Senger beobachtet die tolle Entwicklung seines Schützlings aufmerksam und kennt seine Stärken genau: „Gerade für sein Alter ist Frederic physisch schon sehr präsent, das macht ihn natürlich zu einem unangenehmen Gegenspieler. Da kannst du machen, was du willst, den kriegst du einfach nicht weggeschoben.“ Deswegen wünscht sich Senger, dass sein Talent weiter in Rotenburg spielen wird: „Natürlich wollen wir ihn halten.“

Ob das auch tatsächlich gelingt, hängt in erster Linie davon ab, in welche Stadt es Nitsch zum Studieren verschlagen wird. „Zurzeit mache ich meinen Zivildienst bei den Rotenburger Werken im Fahrdienst, danach muss ich mich entscheiden. In den nächsten zwei bis drei Monaten wird es soweit sein“, erläutert Nitsch seine Pläne.

Zunächst gilt es aber, die Saison erfolgreich zu beenden. Auf das Thema Klassenerhalt angesprochen ist Nitsch diesmal gar nicht defensiv: „Keine Frage, das schaffen wir!“

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