Scheeßel erwischt im Kreispokal den besseren Start

Mit Demakus 3:1 ist „Vissel“ durch

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Insbesondere in der ersten halben Stunde hatte Visselhövede durchaus Probleme. Hier setzt sich Scheeßels Dierk Dreyer (r.) gegen Jan-Hendrik Warncke durch.

Scheeßel - Marcel Fischer hatte schlechte Laune. Der Stürmer des VfL Visselhövede haderte bei seiner Auswechslung am Mittwochabend lautstark mit seiner Leistung, was auch Norman Wendland mitbekam. „Wenn er unzufrieden ist, scheinen wir ja gar nicht so schlecht zu spielen“, bemerkte der Coach des SV Rot-Weiß Scheeßel daraufhin treffend. Seine gastgebenden Mannen aus der 1. Kreisklasse Süd waren im Achtelfinale des Fußball-Kreispokal in der ersten halbe Stunde sogar die griffigere Mannschaft mit den besseren Chancen gewesen, schieden am Ende gegen den Kreisliga-Primus aber mit 1:3 (1:1) aus. Visselhövede qualifizierte sich als letztes der acht Teams für das Viertelfinale.

„Gegen den Kreisliga-Spitzenreiter haben andere in der Kreisliga schlechter ausgesehen“, lobte Wendland sein Team – „gerade für den kämpferischen Einsatz“. Genau das fehlte den Heidestädtern anfänglich völlig. „Die erste Viertelstunde haben wir überhaupt nicht in die Zweikämpfe gefunden“, fand auch Trainer Thomas Heidler. Hinzu kam, dass die Gäste frühzeitig mit Referee Jan Nieswandt (Viktoria Oldendorf) aneinandergerieten. Sogar Heidler sah an der Seitenlinie die Gelbe Karte (32.). Die Visselhöveder Verärgerung begann in der vierten Minute, als der Unparteiische nach einem Duell zwischen Keeper Max Kregel und Scheeßels Florian Klee auf Strafstoß für die Platzherren entschied – „fragwürdig“, so Heidler. Ali Kara ließ sich die Chance nicht nehmen – 1:0. Fortan tauchte die Beeke-Elf mehrfach gefährlich im Sechzehner auf – unter anderem Kara (10.). „Wenn wir da 2:0 führen, hätte man auch mal versuchen können, den Vorsprung zu verwalten“, sinnierte Wendland hinterher. Doch allmählich fand der Favorit zu seinem Spiel und kombinierte sich gut nach vorne. Hatte Drilon Demaku in der 19. Minute noch einen Freistoß ans Aluminium gesetzt, gelang Patrick Peter der Ausgleich, indem er, statt den im Abseits stehenden Dogan Örper anzuspielen, clever selbst abschloss (33.).

Mehrfach parierte Keeper Tim-Niklas Latzel in seinem zweiten Pflichtspiel für Scheeßel – er besitzt ein Zweitspielrecht und steht an den Wochenenden beim Braunschweiger Bezirksligisten TSV Wendezelle im Kasten – glänzend. Zweimal musste er sich in der zweiten Hälfte, in der Visselhövede überlegener agiert, aber geschlagen geben, Erst schlenzte Örper den Ball gefühlvoll ins linke Eck (56.), dann erhöhte Demaku nach einem Örper-Pass in die Tiefe auf 3:1 (73.) – es war die Entscheidung. „Visselhövede hat eben Leute, die so ein Spiel dann an sich reißen“, fand Wendland. Einer davon war Kai Jager, der als Sechser wieder viele Räume dichtmachte und der für seinen Coach sogar „der beste Mann“ war.

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