Fußballer des Jahres im Altkreis

Demakus persönliche Krönung

Da ist das Ding: Drilon Demaku (l.) mit dem Fußballer-des-Jahres-Pokal, der ihm vom Sportredakteur Matthias Freese (r.) überreicht wurde. Foto: Tréboute
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Da ist das Ding: Drilon Demaku (l.) mit dem Fußballer-des-Jahres-Pokal, der ihm vom Sportredakteur Matthias Freese (r.) überreicht wurde.

Visselhövede - Das war ein deutliches Votum: Drilon Demaku vom Kreisligisten VfL Visselhövede ist Fußballer des Jahres im Altkreis. Der 31-jährige Mittelfeldspieler setzte sich in der von unserer Zeitung durchgeführten Abstimmung mit 28 Punkten durch und verwies damit Routinier Björn Mickelat vom Rotenburger SV (19 Punkte) und Finn Herwig vom TV Sottrum (15 Punkte) auf die Plätze. Stimmberechtigt waren alle Trainer von der Landesliga bis hinunter zur Kreisliga sowie die Sportredaktion. Dabei war Demaku der einzige Akteur der für alle „Wahlmänner“ zu den besten fünf Spielern des Jahres zählte.

Demaku selbst war bei der Entgegennahme des Pokals vor den Augen seiner Mannschaftskollegen sichtlich überrascht und glücklich zugleich. „Das hätte ich nicht erwartet. Es gibt so viele überragende Fußballer, allein in der Kreisliga: Patrick Peter, Douglas Grun oder auch Andrej Edel. Umso schöner ist es, dass ich ausgewählt wurde“, erklärte der Visselhöveder Torgarant, der seine Mannschaft als Aufsteiger mit 22 Toren zur Vizemeisterschaft geschossen hatte. „Ich glaube, man hat in der letzten Spielzeit gemerkt, dass mir Fußballspielen wieder Spaß macht“, so Demaku.

Vor Beginn der vergangenen Serie war der in Pristina geborenen Albaner vom Landesligisten TSV Ottersberg zu der Elf von Trainer Thomas Heidler gestoßen. Seine fußballerische Laufbahn hatte Demaku aber beim Rotenburger SV begonnen, wo er von 1995 bis 2006 in der Jugend ausgebildet wurde. Nach einem Jahr in der ersten Mannschaft in der Oberligasaison 2008/2009, in dem er auf 29 Einsätze (2 Tore) kam, ging es für ihn über die Stationen FC Worpswede und Blau-Weiß Bornreihe 2011 wieder zurück nach Rotenburg. Diesmal blieb er für drei Jahre in der Wümmestadt. Mit insgesamt 140 Oberligaspielen (13 Tore) und 56 Landesligapartien (elf Treffer) hat er eine beachtliche Vita vorzuweisen und ist für „Vissel“ nur schwer zu ersetzen, wie sein Mitspieler Oliver Dittmer findet. „Uns fehlt dann die nötige Torgeilheit“, erläutert der Abwehrchef und fügt hinzu: „In der Mannschaft haben wir darauf gehofft, dass Drilon den Titel holt. Er hat eine grandiose Saison gespielt und verdient es.“

In ein ähnliches Horn stößt Thomas Heidler, der seinen Führungsspieler inzwischen ein gutes Jahr unter seinen Fittichen hat. „Er weiß, wie er seine Mitspieler einsetzen kann“, merkt der Coach an, möchte aber Demakus Wert für sein Team nicht nur an dessen fußballerischen Qualitäten bemessen: „Drilon ist ein ziemlich genialer Fußballspieler, aber auch ein toller Mensch. Außerdem ist er jemand, der die nötige Cleverness mitbringt und auch mal eine Ansage macht.“

Demakus Leistung wird nicht nur in Visselhövede anerkannt. Fabian Knappik, Trainer des Klassenkonkurrenten SG Unterstedt, setzte den torgefährlichen Mittelfeldspieler in seiner Liste auf Platz eins. „Er ist einer, der den Unterschied ausmacht. und müsste sich auch in der Landesliga nicht verstecken.“ Demaku selbst hat hingegen Zweifel, ob es in der nächsten Spielzeit für ihn so weitergeht. Ob er noch Luft nach oben hat? „Nicht mehr“, sagt er lachend.

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