1:0 bringt RSV-Reserve den Klassenerhalt / Am Ende „stehend kaputt“

Delventhals wichtigstes Tor

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Mann des Spiels: Rotenburgs Stürmer Tobias Delventhal entwischt Erdal Sardas.

Rotenburg - Von Matthias FreeseEs war ein Ritt auf der Rasierklinge – doch die Reserve des Rotenburger SV hat sich nicht geschnitten und bleibt der Fußball-Bezirksliga erhalten. Es hätte allerdings auch nicht weniger als der 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen den nun abgestiegenen TSV Ottersberg II sein dürfen. Angesichts der Ergebnisse auf den anderen Plätzen wäre beim Remis die Relegation gekommen – und bei einer Niederlage der direkte Abstieg.

„Das war schon denkbar eng“, schnaufte auch RSV-Coach Joachim Kroll nach dem Abpfiff erleichtert durch. Einer durfte sich dabei ganz besonders feiern lassen: Stürmer Tobias Delventhal, der in der 35. Minute nach einem feinen Zuspiel von Dogan Örper das goldene 1:0 erzielt hatte. Eher bescheiden meinte er: „Ja, das war wahrscheinlich eines meiner wichtigsten Tore.“ Nein, es war definitiv das bisher wichtigste! Auf was für dünnem Eis sich sein Team dabei bewegte, war dem in der Oberliga erfahrenen Angreifer durchaus bewusst: „Ich hatte immer gehofft, dass wir noch das zweite Tor nachlegen, denn es hätte zu dieser Saison auch gepasst, wenn wir noch eins gekriegt hätten.“

Dem war nicht so, obgleich Ottersbergs Reserve drauf und dran war, nach der Pause das Zepter vom RSV übernommen und auch einige gefährliche Chancen besessen hatte. So auch der auffällige Ex-Rotenburger Ole Bruns, der das Spiel ankurbelte, aber in der 90. Minute an Timo Jeschke scheiterte. Den möglichen Nachschuss durch Tobias Hülsemeyer verhinderte der aufmerksame Henning Schwardt. Ohnehin war die RSV-Defensive um Libero Dariusz Sztorc noch die beste Abteilung. „Die haben gut verteidigt“, fand auch der scheidende Gäste-Coach Gregor Schoepe.

Er hatte nicht nur mit der Chancenverwertung seines Teams zu kämpfen, sondern kurzfristig auch auf den beruflich verhinderten Ex-Profi Sören Seidel – künftig ja Trainer des Heeslinger SC in der Landesliga – verzichten müssen.

Joachim Kroll sah wiederum das Hauptmanko seines Teams im Mittelfeld. „Da waren wir zu weit weg von den Leuten und hatten keine richtige Zuordnung.“ Am Ende waren sie „stehend kaputt“, räumte Delventhal ein. Zum Jubeln sollten die Kräfte allerdings noch reichen – durchaus verständlich nach diesem Zitter-Finale.

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