Erster Kreisliga-Sieg für SG Unterstedt

Delventhals Standards passen, der zweite Anzug sitzt – 4:0

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Die Vorentscheidung: Unterstedts Kaiptän Christopher Hesse (am Ball) ist von den Stemmern Tobias Lehmann (v.l.), Kacper Jagas und Jonas Knaak nicht am Schuss zu hindern. Wenig später zappelt der Ball zum 2:0 im Netz.

Unterstedt - Von Vincent Wuttke. Vielleicht war es die Nervosität, vielleicht aber auch der verzögerte Anpfiff. Die SG Unterstedt hat zwar ihr Debüt in der Fußball-Kreisliga zu Hause mit 4:0 (0:0) gegen den TV Stemmen gewonnen, aber auch mehr als eine Stunde gebraucht, um in Fahrt zu kommen.

„Wir müssen uns noch an die Geschwindigkeit in der Liga gewöhnen“, meinte Unterstedts Trainer Uwe Delventhal, der auf Fabian Knappik an seiner Seite verzichten musste. Er war mit den Handball-Herren des TuS Rotenburg im Trainingslager und verpasste den ersten Kreisliga-Sieg seiner Elf.

Ein Gewitter kurz vor dem geplanten Beginn hatte die Liga-Neulinge zunächst ausgebremst. Schiedsrichter Thore Urban (TV Sottrum) pfiff die Begegnung gut zehn Minuten später an.

Personalengpässe auf beiden Seiten

Beide Teams hatten Personalengpässe. Bei dem Aufsteiger in Grün-Weiß fehlten mit Leon Linke, Theo Kettenburg, Timo Bahrami, David Kusber, Dogan Örper, Lukas Tohoff und Celal Ainto gleich sieben Stammspieler, die Bezirksliga-Absteiger in Gelb-Schwarz hatten ebenfalls einen dünnen Anzug zur Verfügung. 

Stemmens Coach Nils-Ole Beckmann musste auf den gesperrten Kapitän Stefan Ehrke ebenso verzichten wie auf die Stürmer Martin Illinger und Hannes Bellmann. So saßen unter anderem die Ex-Trainer Jaime Wink und Jair Bentz auf der Bank. „Die wollte ich aber nicht bringen. Da hätte ich ihnen keinen Gefallen getan“, so Beckmann.

Stemmen konzentrierte sich auf Verteidigung

Seine Elf konzentrierte sich ohne die verhinderten Torjäger aufs Verteidigen – zunächst mit Erfolg. „Das ist unser Grundprinzip, erstmal sicher zu stehen“, erklärte Stemmens Trainer. Die Gastgeber kamen fast nicht vors Tor. Hannes Kettenburg hatte nach Ecken von Tobias Delventhal die einzigen Chancen der ersten Halbzeit (13./15.). „Da waren noch ganz viele Dinge bei, die wir verbessern müssen“, fand Coach Delventhal denn auch. 

Da brauchte es für die Führung schon Stemmens Mithilfe. Nach einer Delventhal-Ecke prallte der Ball von Innenverteidger Jonas Knaak ins eigene Tor – 1:0 (66.). Neuzugang und „Standard-Spezialist“ Delventhal bereitete auch den zweiten Treffer vor. Nach einem Freistoß des Stürmers schoss Christopher Hesse das 2:0 (73.). „Ausnahmsweise waren die ruhenden Bälle bei uns richtig gut“, meinte Uwe Delventhal schmunzelnd. Und sein Sohn fügte an: „Das haben wir die Woche geübt. Es hat sich bezahlt gemacht.“

Unterstedts Defensive – in der Malte Fresen aus der dritten Mannschaft als Linksverteidiger aushalf – stand sicher und ließ kaum etwas zu. Douglas Grun hatte die größte Möglichkeit, scheiterte aber an Philipp Krüger zwischen den Pfosten (81.). „Es war klar, dass wir ohne unsere Stürmer nicht viele Chancen bekommen“, fand Beckmann. In der Schlussphase musste er mitansehen, wie seine Mannschaft noch zwei Tore kassierte. Die Joker Luca Sardo (Aushilfe aus der Reserve/89.) und Niklas Volkmann (90.) stellten den Endstand her. „Das Ergebnis ist aber viel zu hoch ausgefallen“, so Uwe Delventhal.

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