Delventhal wird zum Routinier

Stürmer des RSV II geht im Sommer zur SG Unterstedt

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Tobias Delventhal wird die Reserve des Rotenburger SV im Sommer verlassen. Er wechselt zum Nachbarn SG Unterstedt, bei der sein Vater Uwe zum Trainerteam gehört.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Tobias Delventhal wird sich ein wenig umgewöhnen müssen. Seit seiner Jugend trägt der Stürmer der Reserve des Rotenburger SV immer nur die Trikotfarben Rot und Weiß. Ab der kommenden Saison läuft er aber in Grün auf.

Der langjährige Leistungsträger der Wümmestädter wechselt zur SG Unterstedt, dem frischgekrönten Aufsteiger in die Kreisliga. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir es verkünden können, sobald sie den Aufstieg perfekt gemacht haben“, erklärt Delventhal, der bereits bei der Titelfeier seiner neuen Mitspieler mit von der Partie war.

Zusammentreffen mit dem Vater

In Unterstedt trifft er auf zahlreiche bekannte Gesichter – unter anderem seinen Vater Uwe Delventhal. Dieser gehört gemeinsam mit Fabian Knappik und Steffen Bohle zum Trainerteam des Serienaufsteigers. „Zuletzt war mein Vater in der D-Jugend bei der JSG KAWU mein Trainer. Das ist also schon lange her“, erinnert sich der frühere Oberligaspieler schmunzelnd. Familienstreitereien auf dem Fußballplatz schließt der 27-Jährige auch schon aus. „So etwas wird ganz sicher nicht passieren. Es ist sogar ziemlich schön, unter meinem Vater zu kicken.“

Lange Zeit für eine Eingewöhnung ins Team dürfte „Delve“ wohl auch nicht benötigen. Immerhin hat er schon bei zahlreichen Spielen der SG Unterstedt zugeschaut. „Und viele von den Jungs kenne ich auch gut“, fügt der Angreifer an. Allerdings wird ihm in den neuen Vereinsfarben auch eine neue Rolle zuteil. „Mir ist schon aufgefallen, dass ich der Älteste der Mannschaft bin. Also der Routinier“, so Delventhal lachend.

Delventhal will als Neuling Verantwortung übernehmen

Als einziger Spieler im Unterstedter Team, der schon Erfahrungen in der Ober-, Landes-, und Bezirksliga verfügt, will er auch vorweggehen. „Ich möchte das Trainerteam etwas unterstützen, und ich hoffe, dass ich den Jungs noch einiges mitgeben kann“, sagt Delventhal, der an beiden Knien am Patellasehnenspitzensyndrom leidet und dauerhaft schmerzen hat. „Die Probleme will ich natürlich als erstes in den Griff bekommen“, berichtet der Geplagte.

Übrigens ist ihm die Entscheidung des Wechsels alles andere als leicht gefallen, und der Leistungsträger hat sich viele Gedanken gemacht. „Ich habe mir wirklich den Kopf über den Wechsel zerbrochen. Schließlich kenne ich in Rotenburg fast jeden“, so Delventhal. In einem längeren Telefonat hat er Christoph Drewes, der die RSV-Reserve ab der kommenden Saison als Coach übernimmt, abgesagt: „Ich hätte mir auch gut vorstellen können, unter ihm zu spielen, aber er konnte es verstehen.“

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