Fintels Keeper bleibt trotz Abstieg / „Ich muss auch mal einknicken dürfen“

Delic setzt ein Zeichen

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Keeper Manuel Delic zeichnet sich stets durch gute Leistungen aus, dennoch ist er mit dem TuS Fintel aus der Fußball-Kreisliga abgestiegen. ·

Fintel - Von Mareike Ludwig. Es ist schon etwas paradox: Einer der besten Keeper der Liga hat bislang die mit Abstand meisten Gegentreffer kassiert. Bereits 75 Mal musste Manuel Delic schon hinter sich greifen, um die Kugel aus dem eigenen Netz zu holen.

Im Schnitt kassierte er also mehr als drei Gegentore pro Spiel. Die Bilanz des Fußball-Kreisligisten TuS Fintel wäre aber noch deutlich schlechter ausgefallen, wenn der 28-Jährige nicht zwischen den Pfosten stehen würde. Auch gegen den TV Stemmen (0:2) zeigte der Torhüter wieder eindrucksvoll sein Können und verhinderte eine höhere Niederlage.

Gegen den Abstieg in die 1. Kreisklasse konnte aber auch er nichts machen. Daher fand er es alles andere als passend, sich für sein überragendes Spiel feiern zu lassen, obwohl zahlreiche Zuschauer und gegnerische Spieler zu ihm kamen und gratulierten. „Ich kann mir für die gute Leistung doch nichts kaufen. Wir haben trotzdem verloren und sind dadurch abgestiegen. Da ist es doch ganz normal, dass ich geknickt und enttäuscht bin“, erklärt Delic frustriert.

Wie viele Gegentore kann ein Keeper aber überhaupt ertragen? Kommt nicht irgendwann Resignation auf? Wer sich mit Delic unterhält, stellt sich zwangsläufig diese Fragen. Kein Wunder, schließlich verhindert er immer wieder mit super Reflexen zahlreiche Gegentore, muss aber gleichzeitig auch mitansehen, wie seine Vorderleute nach vorne oftmals nicht viel zustande bringen. Die Folge: Seine Paraden sind somit „wertlos“. Bereits 17 Mal sind die Finteler schon als Verlierer vom Platz gegangen. „Ich bin ein wirklich sehr ehrgeiziger Typ und gebe immer Vollgas. Leider sieht es ein Großteil nicht so und lässt sich hängen. Irgendwann muss ich daher auch mal einknicken dürfen“, sagt Delic.

Das sinkende Schiff jetzt zu verlassen, kommt für ihn aber nicht infrage. „Sicherlich habe ich auch schon mal darüber nachgedacht zu wechseln. Ich bin als Führungsspieler aber in der Rolle, die Mannschaft zusammenzuhalten. Zudem will ich den Verein nicht im Stich lassen.“

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