Kreisliga-Interview

Bothels Meinke über den Outdoor-Sport: „Definitiv kann ich mir 2G vorstellen“

Christoph Meinke (r.) zieht im Laufduell mit Björn Banehr an dessen Trikot.
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Duell zweier Kandidaten für die Abstiegsrunde: Bothels Christoph Meinke (r.) im Laufduell mit Westerholz` Kapitän Björn Banehr.

Impfpflicht und Lockdown im Amateurfußball, 2G oder 3G - wir haben mit Bothels Christoph Meinke genau über diese Themen gesprochen.

Bothel – Stark steigende Inzidenzen überrollen Deutschland. Während sie in anderen Bundesländern mal knapp über, mal unter der 500er-Marke liegen, ist die Lage in Niedersachsen (113,7) vergleichsweise noch moderat. Dennoch haben wir schon jetzt einmal mit Christoph Meinke darüber gesprochen, ob er entweder ein 2G- oder 3G-Modell für den Außensport bevorzugt. Zudem positioniert sich der 33-Jährige des TuS Bothel vor dem Kreisliga-Spiel gegen die SG Unterstedt am Sonntag (14 Uhr) zu einer Impfpflicht und einem Lockdown für den Amateurfußball.

Herr Meinke, täglich werden neue Höchstwerte bei den Inzidenzen gemeldet. Im vergangenen Jahr ruhte der Ball zu dieser Zeit bereits. Befürchten Sie erneut einen Lockdown für den Amateursport?

Ich glaube, dass es diesen umfassenden Lockdown, wie wir ihn jetzt schon zweimal hatten, so in der Form nicht noch mal geben wird. Aber gerade unser Amateurfußball steht deutlich unter Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung. Von daher würde ich es zum Teil folgerichtig finden, wenn dann der Amateurfußball ausgesetzt wird, wenn es einfach nicht mehr vertretbar ist aufgrund der gesundheitlichen Risiken.

Was glauben Sie, würde das für Konsequenzen nach sich ziehen?

Wir haben es ja aus den ersten beiden Unterbrechungen gesehen, dass der eine oder andere den Weg zum Fußball nicht zurückfindet. Überraschend fand ich, dass die Mannschaftsmeldung doch recht stabil waren. Ich sehe eher die Gefahr für den Kinderfußball, dass da doch einiges verloren geht – sowohl den Weg zum Fußball zu finden, als auch in der Qualität.

In dem Bereich kennen Sie sich ja als Stützpunkttrainer aus. Was macht diese Arbeit für Sie aus?

Erst mal ist es eine wirklich sehr schöne Aufgabe, mit sehr talentierten und wissbegierigen und hoch motivierten Kindern zusammenarbeiten zu dürfen. Es macht unheimlich viel Spaß. Die Kinder kommen da gerne hin. Sie wollen lernen, sie wollen sich weiterentwickeln. Sie lesen einem jedes Wort von den Lippen ab. Einfach so diese Motivation, die sie mitbringen, das ist auch eine Motivation für mich, die Kids auch weiter zu bringen.

Die Diskussionen um 3G und 2G sind im vollen Gang. Welches Modell bevorzugen Sie für den Outdoor-Sport?

Definitiv kann ich mir 2G vorstellen, weil ich Impfbefürworter bin. Natürlich tut es mir für Leute leid, die sich aufgrund von gesundheitlichen Risiken nicht impfen lassen können oder insbesondere auch Schwangere. Ansonsten hat jeder die Chance, sich impfen zu lassen, und dann finde ich in gewissen Bereichen unseres Lebens 2G auch sinnvoll.

Muss es nicht sogar eine Impfpflicht im Fußball geben?

Glaube ich trotz dessen nicht. Eine Pflicht da aufzubauen, find ich schon schwierig, weil es halt auch Fälle gibt, die sich eben nicht impfen lassen können, und die würde man dann kategorisch ausschließen.

Was erwarten Sie mit Blick auf das Spiel gegen Unterstedt von Ihrer Mannschaft?

Wir müssen uns nichts vormachen, dass die Favoritenrolle ganz klar bei Unterstedt liegt. Das wird sicherlich ein Spiel von unserer Seite sein, wo wir wirklich konsequent und gut verteidigen müssen, aber im Umkehrschluss auch unsere wenigen Chancen, die wir auch haben werden, dann auch konsequent nutzen müssen.

Die Auf- und Abstiegsrunden rücken näher. Wohin gehen denn die Planungen in Bothel?

Mein langes, realistisches Ziel war, in die Aufstiegsrunde zu rutschen. Nicht weil wir aufsteigen wollen, sondern weil das unser Ziel, den Klassenerhalt, schon vor Weihnachten bedeutet hätte. Aber durch so direkte Duelle mit zum Beispiel MTV Hesedorf oder auch gerade letztes Wochenende Rotenburger SV II, die wir verloren haben, ist dieser achte Tabellenplatz aktuell nicht mehr das, was wir erreichen werden. Ich denke, wir werden uns auf die Abstiegsrunde einstellen müssen und im Frühjahr um den Klassenerhalt spielen.

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