RSV-Reserve löst Ticket für Aufstiegsrunde

Deckel drauf dank Din – 4:2 gegen Alfstedt

Marcel Müller (4.v.l.) und Tom Schmudlach (M.) springen zum Kopfball hoch.
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Trubel im RSV-Strafraum: Alfstedts Marcel Müller (4.v.l.) und Tom Schmudlach (M.) gehen zum Kopfball.

Obwohl Keeper Tom Knaak ein großer Fehler unterlief, gewann der RSV gegen den gestürzten Tabellenführer der Kreisliga und steht sicher in der Aufstiegsrunde.

Rotenburg – Das „Kacktor des Monats“, das sich Tom Knaak eingefangen hatte, sollte am Ende keine Rolle mehr spielen – die Freude über den Coup überwog einfach: Mit einem 4:2 (2:0)-Heimsieg gegen den FC Alfstedt/Ebersdorf stürzten die Kreisliga-Fußballer des Rotenburger SV II nicht nur den Spitzenreiter, sondern lösten gleichzeitig und vorzeitig auch noch ihr Ticket für die Aufstiegsrunde. „Wer hätte das vor der Saison gedacht? Weltklasse! Ich bin super stolz auf die Jungs“, jubelte Spielertrainer Michel Müller.

Wie es sich nach einem Spiel gehört, kam Alfstedts Keeper Patrick Monsees zum Abklatschen noch zu Tom Knaak. Natürlich sprach er den RSV-Schlussmann, eigentlich die Nummer zwei in der Oberliga-Elf, auf das kuriose 2:3 an, das das Spiel fast noch zum Kippen gebracht hätte. Knaak nahm es mit Humor: „Ich wollte ein bisschen Spannung reinbringen“, antwortete er. Nach einem Befreiungsschlag von Niklas Kluge aus der Alfstedter Hälfte hätte er den Ball nur abfangen müssen, war beim Rückwärtslaufen aber ins Stolpern geraten und hingefallen – der Ball sprang ins Netz (69.).

„Damit hat er es echt noch spannend gemacht“, wusste auch Müller, denn das Tor fiel mitten hinein in die Alfstedter Drangphase. Und beinahe wäre Tim Hildebrandt der Ausgleich noch gelungen – er traf den Pfosten (87.). Erst in der 89. Minute machte Cem Din nach einem klasse Pass von Levin Fangmann den Deckel drauf – aus spitzem Winkel überwand er mit links Monsees und meinte hinterher grinsend: „Ich habe eben zwei rechte Füße.“

Der Erfolg gegen die favorisierten Mannen aus dem Nordkreis war dabei alles andere als ungerecht. Anfangs war die junge RSV-Crew noch auf Sicherheit bedacht, leistete sich zwar den einen oder anderen Fehlpass im Aufbauspiel, stand hinten aber gut. Insbesondere Joshua Knipp aus dem Oberliga-Kader löste manch brenzlige Situation resolut und abgeklärt. „Er hat ein gutes Tempo und eine gute Zweikampfstärke“, fand auch Müller.

Nach vorne wurde der Gastgeber zunehmend mutiger – und war sehr effektiv. Eingeleitet von Müller und uneigennützig quergelegt von Cem Din traf Buba Jabbi zur Führung (33.). Einen stark von Müller durchgesteckten Ball verwertete Linus Baselt zum 2:0 (44.). „Fußballerisch war das unsere beste erste Halbzeit“, meinte Müller.

Auf den Anschlusstreffer von Tetje Neumann (56.) hatte Linus Baselt die passende Antwort mit einem ruhenden Ball. Sein mit links getretener Freistoß flog flach zum 3:1 ins untere Eck (63.). Hätte der RSV seine Konterchancen besser ausgespielt, hätte er auch früher für Klarheit sorgen können – doch auch so war es für Müller einfach „ein geiler Sieg“. Und die Erfüllung eines Ziels.

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