Debüt beim 31:18 gegen Habenhausen II / „Diszipliniert, dynamisch, engagiert“

Misere „schenkt“ Zahn das Premierentor für Rotenburg

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Bei seinem Debüt musste Patrick Zahn (rechts) auch kräftig einstecken – so wie hier von Habenhausens Bastian Klün.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Patrick Zahn bekam das Grinsen kaum noch aus dem Gesicht heraus. „Ich habe mehr als sechs Monate kein Handball gespielt“, meinte der neue Rückraumspieler des Handball-Verbandsligisten TuS Rotenburg überglücklich nach seinem Debüt, das ihm mit dem 31:18 (17:9)-Heimsieg gegen den ATSV Habenhausen II versüßt wurde. Mehr noch: Mitspieler Lukas Misere überließ Zahn sogar den letzten Siebenmeter, sodass er zu seinem ersten Tor kam.

„Die Jungs machen es einem leicht, es macht Riesenspaß“, stellte der 26-jährige Ex-Heidmarker fest und betonte: „Es war die richtige Entscheidung, nach Rotenburg zu wechseln.“ Aufgrund einer Schultereckgelenksprengung musste er die ersten Spiele zuschauen. Doch nun war die Zeit reif.

„Die Kondition fehlt noch ein bisschen, aber ich habe auch erst vier, fünf Mal voll mittrainiert, nachdem ich mir gleich im ersten Training die Kapsel im Fuß gerissen habe“, erzählt Zahn, der in der 14. Minute erstmals von Coach Nils Muche aufs Feld geschickt wurde und auf rund 25 Einsatzminuten im linken Rückraum kam. „Er wird noch den einen oder anderen Punkt für uns rausreißen“, ist Muche sicher. Zwei Zeitstrafen kassierte Zahn, ein paar Chancen verwarf er „blind“, wie er fand. „Aber das ist alles eine Sache der Praxis, das kommt schon wieder.“

Gleich drei Mal zwei Minuten und somit Rot erhielt Mitspieler Christian Hausdorf (53.), allerdings schmälert das nicht den guten Gesamteindruck, den vor allem die Rotenburger Abwehr hinterließ. „Das war eine gute Deckung, wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, meinte Muche. Hinzu kam ein überragender Yannick Kelm im Kasten. Er parierte unter anderem zwei Siebenmeter und leitete mit seinen beeindruckend präzisen Pässen etliche Tore ein.

Nur kurz nach der Pause ließ es der Gastgeber vor rund 200 Zuschauern hinten mal etwas schleifen. Doch über ein frühes 14:5 (21.) hatten die Rotenburger früh für klare Verhältnisse gesorgt. Insbesondere Lukas Misere, mit 13 Toren wieder bester Werfer, war eine Klasse für sich. Und angesichts einer 14-Tore-Führung war selbst eine neunminütige Angriffsflaute mit nur einem Treffer locker zu verkraften. „Diszipliniert, dynamisch, engagiert“, umschrieb Muche den gelungenen Auftritt in drei Worten.

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