Zwei Tore als Einstand, aber RSV-Reserve gestern Abend 3:7 gegen Dörverden

Debakel zu Wernas Rückkehr

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Tobias Delventhal (hier überspringt er Dörverdens Mauro Rosebrock) war gestern noch auffälligster Rotenburger – am Ende stand es aber 3:7.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Auch ein Doppelpack von Blitztransfer Patrick Werna hat den Rotenburger SV II gestern Abend nicht vor einem Debakel und dem Fehlstart in die Fußball-Bezirksliga bewahrt.

Die eklatante Defensivschwäche der Gastgeber nutzte am zweiten Spieltag allen voran Matthias Precht aus – der Stürmer erzielte fünf Tore beim 7:3 (4:1)-Erfolg seines TSV Dörverden, der damit einen Sechs-Punkte-Traumstart hingelegt hat.

„Da fehlen einem die Worte. So viele katastrophale Fehler in einem Spiel habe ich selten gesehen. Das waren ja vier, fünf Blackouts“, stöhnte RSV-Coach Joachim Kroll. Dörverdens Trainer Stefan Moritz blieb trotz dieser Offensiv-Gala seines Teams sachlich: „Was den Unterschied ausgemacht hat, war die Chancenverwertung – da waren wir besser. Spielerisch war Rotenburg uns nicht unterlegen.“

Nun ja, auffällig war jedenfalls, dass den Wümme-Kickern hinten und im Mittelfeld jegliche Zuordnung fehlte und Dörverden immer wieder großzügig eingeladen wurde. Erst die Einwechslung von Aziz Arnavutoglu vor der Pause und weitere Umstellungen in der Halbzeit brachten einigermaßen Struktur rein. In der Offensive zeigte der emsige Stürmer Tobias Delventhal den Gästen mehrfach ihre Abwehrschwächen auf, weshalb Coach Moritz nur „bedingt zufrieden“ war.

Das große Scheibenschießen eröffnete Precht in der 16. Minute, weil Keeper Jonas Keusen nicht aus seinem Tor gekommen war und auch Lasse Müller die Flanke von Michael Cordes nicht verhindert hatte. Zwar glich „Rückkehrer“ Werna nach Handspiel von Ferat Gören postwendend per Strafstoß aus (17.), doch ein von Dariusz Sztorc unhaltbar abgefälschter Schuss durch den Ex-Rotenburger Nils Pohlner (19.), das zweite Precht-Tor nach Müller-Fehlpass (31.) und erneut der Goalgetter (37.) brachten die 4:1-Pausenführung für Dörverden.

Nach der Pause schien sich die RSV-Reserve gefangen zu haben, kam durch Werna zum 2:4 (70.). Doch Precht ließ Jewgenij Teichreb wie einen Schuljungen stehen (73.). Tim Potratz’ feine Einzelleistung wurde mit dem 3:5 belohnt (84.) – dann kam das dicke Ende. Keeper Keusen holte Precht von den Beinen – der verwertete den Strafstoß selbst (86.) und bereitete zwei Minuen später das 7:3 von Michael Cordes klasse vor.

Bitter für den RSV: Kapitän Henning Schwardt zog sich noch eine Verletzung am Syndesmoseband zu – „ich denke, es ist durch“, meinte er geknickt.

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