Nach 0:6 im Kellerduell gegen Achim glaubt in Visselhövede keiner mehr an den Klassenerhalt

„Debakel hoch drei“

Auch Visselhövedes Mariusz Szymanski (l.) hatte einen schweren Stand. Hier lässt ihn Deniz Ügdur nicht an den Ball. - Foto: Freese

Visselhövede - Von Matthias Freese. Das Tor zur Heide stand auf, sperrangelweit sogar. Logisch, dass der 1. FC Rot-Weiß Achim diese Einladung des VfL Visselhövede dankend annahm. Im Kellerduell der Fußball-Bezirksliga verpasste das Team von Coach Ingo Bösch den Heidestädtern auf deren Platz einen 6:0 (1:0)-K.o. und darf damit auf dem Relegationsplatz liegend weiter vom direkten Klassenerhalt träumen. Morad Bounoua, Coach der Gastgeber, sprach von einem „Debakel hoch drei“ – der Abstieg scheint nach der sechsten Niederlage und der 14. sieglosen Partie in Serie nahezu beschlossene Sache zu sein.

Detlef Schwarz ist ein besonnener Mensch – zurückhaltend, nicht polternd in seinen Aussagen. Doch auch er wählte klare Worte: „Bis zu diesem Spiel war der Relegationsplatz in Reichweite – jetzt ist er im Grunde genommen weg“, rechnet auch der Geschäftsführer des VfL Visselhövede mit dem Abstieg in die Kreisliga.

Wie ein Team sich gegen diesen wehrt, demonstrierten die Achimer trotz ihres Durchschnittsalters von 31 Jahren eindrucksvoll. „Ich hatte mit der Mannschaft einen Vertrag geschlossen – und sie hat ihn eingehalten“, berichtete Ingo Bösch. Sein Matchplan ging auf – „wir sind viel über die Außen und die Grundlinie gekommen. Und wir haben unsere Chancen konsequent genutzt.“ Vor allem brachte sein Team den nötigen Kampfgeist mit, der den leblos wirkenden Visselhövedern völlig fehlte. „Glückwunsch an die Achimer, sie haben das gut gemacht. Wir waren nicht aggressiv, als ob manche nicht gewusst hätten, dass es eine unserer letzten Chancen ist“, stellte Bounoua deprimiert fest. Und Detlef Schwarz bemerkte: „Die Leistung reicht nicht. Wir kriegen zu viele Gegentore.“

Satte 68 sind es jetzt schon, allein sechs gegen den direkten Kontrahenten, der durch einen Murmeltreffer von Berkat Karaca in Führung ging (25.). Angesichts der Vielzahl an Angriffen, oft über die rechte Seite von Özgür Görmez eingeleitet, wäre schon zur Pause ein klareres Resultat drin gewesen. Bezeichnend: Visselhövedes beste Chance resultierte aus einer verunglückten Flanke von Marten Schwarz (58.). Achim machte es besser, viel besser.

Und Bösch hatte seine Stürmer Ahmet und Behcet Kaldirici richtig heiß gemacht, indem er sie zunächst auf der Bank gelassen hatte. Sie entschieden die Partie nach ihrer Einwechslung – jedes Mal war Torwart-Routinier Jens Wingerning machtlos. Gleich dreifach netzte Behcet Kaldirici ein (57./77./90.), ein Mal Ahmet Kaldirici (81.), zudem traf auch der dritte Einwechselspieler Ibrahim Lailo (86.) zum Visselhöveder Fiasko.

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