BG ’89 Hurricanes verlieren Kellerduell – 66:73 / Nagel „traurig und schockiert“

„Das sind Grundschulfehler“

Kreis-Rotenburg - ROTENBURG (lka) · Eigentlich wollte Roland Senger am Samstagabend schon längst bei der U 17 in Saarlouis sein. Doch im Hinblick auf die Bedeutung der Partie der BG ’89 Hurricanes gegen die Halstenbeker TS entschied sich der Trainer spontan, sein Team persönlich zu coachen. Er wollte so im Abstiegskampf der 2. Basketball-Regionalliga in der Pestalozzihalle ein Zeichen setzen. Doch jede Hilfe erwies sich als zwecklos, Senger musste eine bittere 66:73 (31:36)-Niederlage mitansehen.

„Leblos, emotionslos, erschreckend schwach“, mit diesen drastischen Worten beschrieb Coach Senger die gezeigte Leistung seiner Mannschaft. „Wenn man so auftritt, darf man sich nicht wundern, wenn so ein wichtiges Spiel verlorengeht.“

Dabei sahen die gut 100 Zuschauer einen ordentlichen Start der Gastgeber. Bereits nach zwei Minuten lagen die Hurricanes mit 7:3 in Führung. Mit einem 11:0-Lauf drehten die Halstenbeker dann aber die Begegnung und gewannen das erste Viertel – 20:16.

Zu diesem Zeitpunkt ahnte Senger schon, dass sein Team mit dem Gegner und der eigenen Einstellung große Probleme bekommen würde. Zu viele Fehler ließen ihn an der Seitenlinie immer wieder verzweifeln. In den zweiten zehn Minuten konnte Halstenbek den Vorsprung ausbauen (31:23), bevor Knut Nagel das Team mit sechs Punkten in Folge wieder heranbrachte. Mit 31:36 aus Rotenburger Sicht ging es in die Kabinen.

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich zunächst nicht viel an der schwachen Hurricanes-Defense: Immer wieder gelang es den Gästen, Gunnar Brandt freizuspielen, dem zahlreiche leichte Punkte gelangen. „So darf man einfach nicht verteidigen, das sind Grundschulfehler“, ärgerte sich Senger maßlos.

n„Vielleicht fehlt

nes an Qualität“

Eine der wenigen Ausnahmen war Knut Nagel, der immer mehr Verantwortung übernahm und sein Team im Spiel hielt. Dabei absolvierte der 38-jährige bereits seine zweite Partie, da er wenige Stunden zuvor mit der Reserve-Mannschaft in Bremerhaven angetreten warund klagte: „Mir tut alles weh.“

Nach 25 Minuten durften die Fans wieder eine Führung bejubeln. Acht Punkte in Serie von Joni Kaiser bedeuteten das 52:46, mit 55:52 ging es ins letzte Viertel. Bis kurz vor Ende gelang es keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen, doch eine Minute vor Schluss versenkte Halstenbek zwei schnelle Dreier – die Partie war gelaufen.

„So wird es ganz schwer, die Klasse zu halten. Manchen Spielern fehlt es vielleicht einfach an der nötigen Qualität“, sagte ein völlig bedienter Senger beim Blick auf die Scoutings. Auch Nagel, der das Spiel mit Krämpfen vorzeitig beenden musste, war sichtlich enttäuscht: „Wir haben nicht als Mannschaft gespielt, ich bin traurig und schockiert.“

BG ’89 Hurricanes: Wohlberg (5), Godfrey, Peters, Birk (3), Riebesell, Zemaitis, Nitsch (2), J. Kaiser (26), C. Cordes (11), Klemp, Nagel (19).

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