Basketballerinnen nutzen Pool-Verfahren

Avides Hurricanes: 5000 Euro extra für Corona-Tests

Die Avides Hurricanes – wie hier Lotta Stach – lassen sich fortan regelmäßig auf das Coronavirus testen.
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Die Avides Hurricanes – wie hier Lotta Stach – lassen sich fortan regelmäßig auf das Coronavirus testen.

Scheeßel – Ab sofort wird getestet bei den Basketballerinnen der Avides Hurricanes! Der Zweitligist aus Scheeßel und Rotenburg reagiert damit auf eine Initiative der Damen-Basketball-Bundesligen (DBBL) und unterzieht sich einmal wöchentlich einem PCR-Pool-Test. Am Mittwochabend wurde dieser erstmals in den Umkleiden der Sporthalle in Scheeßel durchgeführt. „Da machen wir auf jeden Fall mit. Es ist ein zusätzlicher Schutz und zeigt den Spielerinnen, dass wir ihre Gesundheit ernst nehmen“, sagt Utz Bührmann aus dem Vorstandsteam der Hurricanes. Er hofft, dass mit dieser Maßnahme die Saison fortgesetzt werden kann.

Ursprünglich hatte es Schnelltests geben sollen, diese Idee ist aber vom Tisch. In der ersten Liga ist dieser Pool-Test verpflichtend eingeführt worden, „für die beiden zweiten Ligen ist er freiwillig“, berichtet Bührmann. Für ihn und seinen Verein steht allerdings fest: „Aus unserer Sicht macht es nur Sinn, wenn alle mitmachen. Es geht ja gerade auch um den Fremdkontakt. Wenn getestet ist, dann spielen wir auch. Wenn ein Verein aber nicht mitmacht, dann spielen wir gegen ihn nicht, dann muss das Spiel verlegt werden.“

Bührmann, neben den Finanzen auch für die Hygienemaßnahmen zuständig, geht dabei durchaus von Widerständen innerhalb der Liga aus – vor allem wegen der Kosten, die von den Vereinen getragen werden müssen. Pro Testwoche seien es rund 250 Euro an zusätzlichen Ausgaben, über die Saison verteilt kalkulieren die Hurricanes mit 5 000 Euro. „Da schlucken natürlich einige. Das ist auch für uns nicht schön, aber das musst du schon machen“, sagt Bührmann. 30 Testrationen umfasst das Paket, das die DBBL den Hurricanes bereits hat zukommen lassen. Die Rachenabstriche nahm der Scheeßeler Arzt Dr. Timo Behrens mit einer Arzthelferin vor. Übrigens: Damit die Ergebnisse rechtzeitig vorliegen, hat sich Bührmann freigenommen, um die Tests persönlich ins Labor nach Berlin zu bringen.

Für die vier niedersächsischen Vereine in der Liga – neben den Hurricanes noch der ASC Göttingen, Eintracht Braunschweig und die Panthers Academy Osnabrück – ist ein regelmäßiger Test der Spielerinnen ohnehin notwendig. „Niedersachsen hat die einzige Corona-Verordnung, die Tests vorschreibt, das gibt es in keinem anderen Bundesland“, verweist Bührmann auf die Verpflichtung für den Spitzen- und Profisport, der ja vom Lockdown ausgenommen ist. „Wir wollen ja Profisport sein. Und die Meinungsbildung in der DBBL ist so, dass die Einschätzung des Deutsch-Olympischen Sportbundes für uns zutreffend ist – wir sind Spitzensport im Sinne der gültigen Definition. Also testen wir auch lückenlos. Das ist ein Zeichen an die Liga und die Spielerinnen.“ Sollten die Tests dann negativ sein, könnte es zum Spiel der Hurricanes bei den Rheinland Lions am Samstag kommen, wenngleich Bührmann durch diese Maßnahme auch vermehrt positive Befunde durch asymptomatisch reagierende Spielerinnen erwartet.

Von Matthias Freese

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