VfL Visselhövede gehen langsam aber sicher die Spieler aus

Das Lazarett in der Heide

Zwei wichtige Säulen beim VfL Viselhövede: Patrick und Mirko Peter (rechts) sind für den Bezirksligisten enorm wichtig, auf und neben dem Platz. Eine Rückkehr der Zwillinge kündigt sich zumindest schon mal an.
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Zwei wichtige Säulen beim VfL Viselhövede: Patrick und Mirko Peter (rechts) sind für den Bezirksligisten enorm wichtig, auf und neben dem Platz. Eine Rückkehr der Zwillinge kündigt sich zumindest schon mal an.

Visselhövede – Die gute Nachricht: Patrick und Mirko Peter steigen in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining beim VfL Visselhövede ein. Das Comeback der Leistungsträger kündigt sich also langsam aber sicher an. Die schlechte Nachricht: „Ob es für’s Wochenende schon wieder reicht, weiß ich noch nicht“, sagt Mirko Peter. Er würde sich sein Comeback zwar wünschen, möchte aber nichts überstürzen. Schließlich kann sein Fußball-Bezirksligist nicht noch mehr Verletzte gebrauchen.

Dass eine zu schnelle Rückkehr aufs Feld schnell nach hinten losgehen kann, musste am Wochenende auch Oliver Dittmer spüren. Der Oberschenkel des Verteidigers machte bei der 0:8-Klatsche gegen den FC Hambergen nach nicht einmal 30 Minuten dicht. „Für Olli war es vielleicht ein bisschen früh“, gesteht Coach Thomas Heidler, der daher auch noch ein bisschen skeptisch ist, was das Comeback der Peter-Zwillinge angeht. „Klar, die beiden wollen der Mannschaft helfen ... Aber wir warten erst einmal noch ab“, so der Trainer, der es dieser Tage echt nicht leicht hat.

Der eh schon kleine Kader ist extrem geschrumpft. Von 20 Spielern stehen aus unterschiedlichsten Gründen mindestens sieben nicht zur Verfügung – siehe Infohinweis am Endes des Textes. Hinzukommt, dass nicht nur hinter dem Einsatz der Peters ein Fragezeichen steht. „Thies (Lünzmann, Anm. d. Red.) hat wieder Probleme mit der Hüfte, da müssen wir noch abwarten“, erzählt Heidler. Der Coach hat damit vor allem Probleme in der Defensive. Zudem ist noch nicht klar, ob Yunes Parvizi nach seiner Roten Karte in Hülsen wieder spielen darf.

Trotz des immer größer werdenden Lazaretts des Heide-Clubs, „bringen wir am Wochenende auf jeden Fall eine Mannschaft auf den Platz, die gewinnen kann“ – egal ob mit oder ohne Patrick und Mirko Peter. „Dass die beiden enorm wichtige Spieler für uns sind, ist keine Frage“, räumt Heidler ein. Aber: Ein Team bestehe aus elf und nicht nur aus zwei Spielern. Jeder im Kader sollte den Anspruch an sich selbst haben, entscheidend fürs Team zu sein.

Nichtsdestotrotz war es zuletzt nur schwer zu übersehen, dass „Vissel“ ein Anführer fehlt. Michael Lohmann ist zwar gegen Hambergen als einer der wenigen Spieler nicht negativ aufgefallen, ihm fehlte es als Kapitän aber an Präsenz auf dem Feld. Patrick Peter ist als Mannschaftsführer schwer zu ersetzen, ebenso wie Mirko Peter als sein Sprachrohr. „Ich denke, wir sind zwei wichtige Säulen für die Jungs, die gefehlt haben. Wir hätten bestimmt trotzdem verloren – nur vielleicht nicht ganz so deutlich“, beschreibt Mirko Peter seine Gedanken, betont aber, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Eine ähnliche Lücke würde auch entstehen, wenn plötzlich Spieler wie Ole Bruns und Jannes Bade fehlen würden.

Dem VfL Visselhövede bleibt nichts anderes übrig, als das beste aus der Situation zu machen. Ein bisschen Unterstützung aus der Zweiten ist bestimmt drin. Und wer weiß? Vielleicht bekommt „Vissel“ unter diesen besonderen Umständen ja auch Drilon Demaku zum Comeback überredet.

Hintergrund: Der noch einsatzbereite Kader im Überblick. Insgesamt besteht die erste Herren des VfL Visselhövede aus 20 Spielern – für die Bezirksliga ein kleiner Kader. Zumal inzwischen etliche Spieler fehlen. Ein Überblick. Tor: Michel Brückner (am Knie verletzt, die Diagnose steht noch aus), Max Kregel. Abwehr: Michael Lohmann, Jan-Hendrik Warncke, Oliver Dittmer (am Oberschenkel verletzt, fällt erst einmal aus), Thies Lünzmann (Probleme mit der Hüfte, Einsatz noch fraglich), Luca Griech (am Knie verletzt, die Diagnose steht noch aus), Björn Penzhorn (fehlt aufgrund seines Studiums), Eike Beneke (kuriert noch seinen Kreuzbandriss aus). Mittelfeld: Jonas Teifel, Jannes Bade, Ole Bruns, Kai Jager, Ogur Beslenmis (fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte), Mirko Peter (Probleme mit dem Oberschenkel, Einsatz noch fraglich), Patrick Peter (Probleme mit der Wade, Einsatz noch fraglich). Angriff: Finn Vollmer, Yunes Parvizi (fehlt wahrscheinlich weiter nach seiner Roten Karte), Endrit Hasanaj, Marcel Fischer.  

Von Lea Oetjen

Zwei Spieler für die Defensive, die weiter fehlen: Luca Griech (links) und Eike Beneke sind beide am Knie verletzt, ein Comeback noch kein Thema.

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