Ehemaliger RSV-Trainer Frank Stresing nun im Handball aktiv / Schwärmereien für Posilek und Hiob

„Das war ein Fest für meine Augen“

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Frank Stresing (3.v.l.) wurde nach dem Pokalgewinn von seinen damaligen Spielern Idris Akkurt (v.l.), Robson Basei, Jair Baller, Totti, Klaas Rathjen und Jonas Toboll auf Händen getragen.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Dass jedes Jahr am 23. August das Telefon von Frank Stresing mehrmals klingelt, ist nicht unbedingt außergewöhnlich – schließlich feiert der ehemalige Coach des Rotenburger SV an diesem Tag seinen Geburtstag. Doch über einen Anruf freut er sich immer ganz besonders: den von Peter Grewe – zu den damaligen Bezirksoberliga-Zeiten Vorsitzender des Fußball-Clubs. „Peter und ich gratulieren uns immer noch zu unseren Geburtstagen. Sein Anruf ist jedes Mal der schönste“, erzählt Stresing.

Seine Trainerstation beim RSV liegt mittlerweile fünf Jahre zurück, dennoch erinnert sich der heute 51-Jährige noch genau an die Saison 2006/2007. Kein Wunder, gelang ihm doch mit dem Gewinn der Meisterschaft und des Bezirkspokals das Double. „Die Bedingungen in der Ahe waren wirklich super. Ich hatte einen großen Fundus an Nachwuchstalenten wie Tobias Kirschke, Tobias Delventhal, Patrick Werna, Klaas Rathjen und Jonas Toboll sowie richtig gestandenen Spielern. Jedes Zahnrad hat ins andere gepasst. Zudem war die Zuschauerkulisse enorm“, erinnert sich der A-Lizenzinhaber gerne zurück.

Viermal die Woche nahm der Celler seinen langen Anfahrtsweg von 94 Kilometern in Kauf. „Natürlich war es ein großer Aufwand, doch war es die Sache wert. Ich habe sogar noch alle damaligen Zeitungsartikel aufbewahrt“, sagt Stresing, der noch heute vom damaligen Sturmduo Patrick Hiob und Adam Posilek schwärmt: „Wie die beiden zusammengespielt haben, war einfach nur traumhaft. Die haben richtig gezaubert, das war ein Fest für meine Augen.“

Doch nach der erfolgreichen Double-Saison und dem Aufstieg in die Oberliga ging es aufgrund einer Verletztenmisere in der folgenden Spielzeit bergab. Die Verantwortlichen um Peter Grewe hatten Stresings Vertrag in der laufenden Saison gerade erst verlängert, als nur zwei Wochen später der Rauswurf folgte. „Als Trainer muss man sich leider immer nur am Erfolg messen lassen. Dennoch war es ein sehr trauriger Moment für mich, denn ich hätte gerne mit der Mannschaft weitergearbeitet“, denkt Stresing zurück.

Mittlerweile ist Rotenburg für den Berufsschullehrer aber Geschichte. Nach einer weiteren Trainerstation beim Heimatverein SSV Südwinsen (2009 bis 2011) ist der 51-Jährige mittlerweile bei den Zweitliga-Handballerinnen des SVG Celle als Athletik- und Lauftrainer im Einsatz. „Am Anfang fehlte mir der Geruch des Rasens. Inzwischen bin ich aber über den Punkt hinweg, dass ich Fußball vermisse“, so Stresing. Und er fügt hinzu: „Mir macht die neue Aufgabe viel Spaß. Ich finde es interessant, im Leistungssport als Coach zu arbeiten, da ich früher selbst als Spieler beim TuS Celle zu den Drittliga-Zeiten professionell trainiert habe“, erklärt er. Daher musste er vor einigen Wochen auch nicht überlegen, als ihm das Trainer-Angebot des Fußball-Oberligisten TuS Celle FC ins Haus flatterte. „Ich bin mit meinem jetzigen Job sehr zufrieden. Ich habe mich dort wiedergefunden. Außerdem stehe ich beim SVG Celle im Wort.“

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