Kapitän freut sich „für die Jungs“ / Zukunft im Mittelfeld denkbar

Dank Ebersbach ist der RSV kein Stammtisch-Thema mehr

+
Die Siegerfaust des Matchwinners: Tim Ebersbach (l.) bejubelt mit Björn Mickelat das 1:0 über Hildesheim. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseAls Jürgen Stoffregen nach dem Spiel an Tim Ebersbach vorbeiging, kam der zuvor 90 Minuten lang mürrisch dreinblickende Coach des VfV 06 Hildesheim nicht umhin, kurz anzuhalten. „Da hast Du aber einen rausgehauen“, bemerkte er anerkennend. Der Kapitän des Rotenburger SV hatte mit seinem Traumtor nicht nur die Erfolgsbilanz des Trainer-Routiniers befleckt, sondern vor allem seinem Fußball-Oberligisten durch den 1:0-Siegtreffer die Hoffnung auf den Klassenerhalt zurückgebracht.

Die Mitspieler lauschten bereits in der Kabine den lauten Klängen, die aus der Stereoanlage dröhnten, während der Kapitän noch draußen Smalltalk hielt. „Das war schon extrem scheiße, ohne Sieg dazustehen“, blickte er auf die heimische Negativserie zurück, die ja nun nach 189 Tagen ein Ende fand. „Du bist bei jedem Stammtisch gleich Gesprächsthema. Das ist jetzt zum Glück vorbei.“

Ungewöhnlich auch, dass sich etliche Zuschauer nach dem Abpfiff auf der Tribüne in Höhe der Mittellinie versammelten und langanhaltenden Applaus spendeten. „Im Spiel war das schon so positiv. Da hört man ja sonst auch schon andere Sprüche“, so Ebersbach. Ohnehin macht er inzwischen eine Aufbruchstimmung beim Tabellenvorletzten aus. „Ich weiß auch nicht, ob das durch den kleinen Knall kam“, erinnerte er an die kürzliche Trennung von den Heins-Brüdern.

Mit seinem dritten Saisontreffer garantierte „Ebbe“ dem RSV jedenfalls den zweiten Dreier in Folge und spülte sein Team wieder in Richtung der Nichtabstiegsplätze. „Ja, das Tor war Gold wert, aber es freut mich vor allem für die Jungs“, betonte der Kapitän, der seine eigene Leistung gar nicht in den Mittelpunkt stellen wollte. Stattdessen hob er Drilon Demaku hervor: „Er hat ein überragendes Spiel auf der Sechs gemacht.“

Doch das Glanzlicht setzte letztlich der 32-Jährige selbst, nachdem er erstmals in dieser Saison auf seine alte Position im Mittelfeld zurückgekehrt war. Diese Möglichkeit bot sich deshalb, weil der erst vor wenigen Wochen zum Innenverteidiger umgepolte Kevin Klützke an der Seite von Christoph Drewes zur echten Alternative wurde. „Er hat’s doch sehr gut gemacht. Und ich habe ja noch den Drang nach vorne“, kann sich Ebersbach eine dauerhafte Rückkehr ins Mittelfeld – ob im Zentrum oder wie in der zweiten Halbzeit auf dem rechten Flügel – durchaus vorstellen. „Mir ist das aber egal, ich mache das, was der Trainer will“, fügte er an.

Eröffnung der Klostermühle in Heiligenberg

Eröffnung der Klostermühle in Heiligenberg

Arnold Schwarzenegger fährt Elektro-Auto

Arnold Schwarzenegger fährt Elektro-Auto

Abschied von Roman Herzog: "Geschenk für unser Land"

Abschied von Roman Herzog: "Geschenk für unser Land"

Trotz Aus: Großartige Tage für Mischa Zverev in Melbourne

Trotz Aus: Großartige Tage für Mischa Zverev in Melbourne

Meistgelesene Artikel

Peters zeigt es Frey und holt Titel

Peters zeigt es Frey und holt Titel

Schumachers Tormaschine läuft richtig heiß

Schumachers Tormaschine läuft richtig heiß

Kelm zu oft im Stich gelassen

Kelm zu oft im Stich gelassen

Der Meister der Körperbeherrschung

Der Meister der Körperbeherrschung

Kommentare