Rotenburg gestern Abend mit lockerem 31:21-Sieg gegen Verden-Aller

Daniel Jäger bestens erholt

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Der Ball ist schon längst bei Fabian Knappik, doch Rotenburgs Luka Bruns bekommt trotzdem noch die flache Rechte von Verdens Routinier Björn Härthe im Gesicht zu spüren. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseJens Haase wirft eigentlich so schnell nichts um – doch Luka Bruns brachte den Coach der HSG Aller gestern Abend gehörig ins Wanken. Beim Versuch, den Ball an der Außenlinie zu retten, kollidierte der Rechtsaußen des TuS Rotenburg in der ersten Halbzeit mit dem Übungsleiter. Während Haase sich gerade noch abfangen konnte, kamen seine Mannen in der Handball-Landesliga mit 21:31 (12:17) zu Fall.

Am Ende war es ein souveräner Rotenburger Heimsieg in einer eher durchschnittlichen Partie. Die meiste Farbe brachten noch die Gäste mit ihren Trikots im orangen Neon-Look ins Spiel. Und ein wenig auch die gut leitenden jungen Schiedsrichter Lajos Meisloh/Jannik Sievers (TSV Sievers), die in der 58. Minute Verden-Allers Sascha Genee mit Rot bedachten. Er hatte Jens Koch in den Wurfarm gegriffen und am Hals getroffen.

Die Gastgeber waren übrigens wieder nur mit acht Feldspielern angetreten, aber dennoch das dominierende Team, auch wenn etliche Torchancen liegengelassen wurden. „Weil alle ein bisschen übermotiviert sind“, lieferte Coach Thomas Benjes die Erklärung. Allein Linkshänder Luka Bruns hätte neben seinen fünf Toren noch ein halbes Dutzend mehr auf der Liste haben können. Dafür erzielte der Youngster das wohl artistischste Tor der Partie – mit beiden Händen stieß er den Ball beim Sprung in den Kreis nach einem feinen Pass von Malte Fresen ins Netz – 24:17 (48.).

Bester Rotenburger war derweil Rückraum-Shooter Daniel Jäger, dessen sieben Tore mit voller Wucht einschlugen. „Er hat nach seiner Magen-Darm-Grippe ein wunderbares Spiel gezeigt“, lobte Benjes. Auch seine Kreisläufer Klaas-Marten Badenhop und Christian Hausdorf hob er hervor, ebenso Keeper Alexander Meyer und Spielmacher Fabian Knappik, der mehrfach sein Können aufblitzen ließ. Dennoch findet der Coach, dass nur acht Feldspieler „auf Dauer zu wenig“ sind. Doch er muss wohl damit leben, zumal Philipp Holtermann dem Tabellendritten bis zum Frühjahr nicht mehr zur Verfügung steht – ihn verschlägt es beruflich nach Frankfurt.

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