Rechtsverteidiger begeistert Coach Ebersbach

Czimmeck lässt keinen vorbei

Sebastian Czimmeck hat sich beim Rotenburger SV nach seinem Kreuzbandriss den Stammplatz als Rechtsverteidiger mit starken Leistungen erarbeitet. - Foto: Freese
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Sebastian Czimmeck hat sich beim Rotenburger SV nach seinem Kreuzbandriss den Stammplatz als Rechtsverteidiger mit starken Leistungen erarbeitet.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Eigentlich ist Sebastian Czimmeck nicht als Rüpel bekannt, doch der rechte Außenverteidiger des Rotenburger SV hat bereits zwei Gelbe Karten in den ersten drei Punktspielen der Fußball-Landesliga gesammelt. Die letzte gab es am Sonntag im Spiel beim TSV Winsen (2:0), weil er den Ball nicht sofort herausrückte.

„Total unnötig. Normalerweise bin ich gar nicht der Typ, der Karten kriegt“, sagt der 19-Jährige selbst. „Da kann ich mich auf jeden Fall verbessern.“ Doch ansonsten gibt es nichts an ihm zu kritisieren – Czimmeck spielt bisher eine überragende Saison.

„Tja, ,Czimi‘ hat wohl jetzt schon bestätigt, dass ich zurecht an ihm festgehalten habe“, sagt sein Trainer Tim Ebersbach. Dabei hatte sich der Jungspund erst im Oktober des vergangenen Jahres einen Kreuzbandriss sowie Meniskusanriss zugezogen und sich im Dezember unters Messer gelegt. Doch pünktlich zum Trainingsauftakt am 1. Juli stand er wieder auf dem Platz.

„Er hat sich sein Comeback auch fleißig erarbeitet“, weiß der Coach. Schließlich quälte sich Czimmeck mit Selbstdiszplin und Individualtraining nicht nur durch die Reha, sondern nimmt auch eine weite Anfahrt in Kauf. Er wohnt inzwischen in Hamburg, um dort ein duales Studium bei der Polizei zu absolvieren. „Trotzdem hat er seit dem Vorbereitungsbeginn nicht eine Einheit verpasst“, betont Ebersbach.

In der Jugend auch bei Werder aktiv

„Ich hatte erst überlegt, ob ich diesen Aufwand wirklich betreiben will. Tim Ebersbach hat mich dann überzeugt, es zu probieren“, gesteht Czimmeck, der in der Jugend auch einige Jahre beim SV Werder Bremen verbracht hatte. Inzwischen ist er sich sicher, dass es der richtige Schritt war, in Rotenburg zu bleiben. „Es hat mich schon positiv überrascht, dass ich gleich das Vertrauen bekommen habe. Ich bin auch zufrieden mit meinen bisherigen Leistungen, aber ich bin noch nicht bei 100 Prozent“, findet er selbst. 

Gegen Winsen bestätigte er, was er in den vorherigen Spielen schon gezeigt hatte und demonstrierte seine ungeheure Zweikampfstärke sowie Abgeklärtheit. „Meiner Meinung nach verfügt er über eine überragende Vororientierung und ersten Kontakt. Dazu hat er eine unglaubliche am Ruhe am Ball. Er hat als Rechtsverteidiger eine hohe spielerische Note und ist dennoch stark im Eins gegen Eins“, urteilt Ebersbach und staunt mit Blick aufs Alter, „was für starke und konstante Leistungen er abliefert.“ Erst seit Sonnabend ist Czimmeck 19 Jahre alt.

Seine Stärken sieht das Eigengewächs in der Defensive. In die Abwehrmitte zieht es zwar nicht, doch da er schon in der Jugend als Innenverteidiger gespielt hat, würde er „ganz zur Not“ auch da aushelfen, wenn sich die Lage weiter verschärfen sollte. „Aber nur, wenn der Trainer das unbedingt will“, bemerkt er schmunzelnd.

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