Fünf Neue für die RSV-Reserve

Czichos plant den radikalen Schnitt

Aziz Arnavutoglu (l.) ist einer der wenigen Akteure, die geblieben sind. Bleibt er verletzungsfrei, könnte er mit seiner Erfahrung einer der Führungsspieler werden.
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Aziz Arnavutoglu (l.) ist einer der wenigen Akteure, die geblieben sind. Bleibt er verletzungsfrei, könnte er mit seiner Erfahrung einer der Führungsspieler werden.
  • Matthias Freese
    vonMatthias Freese
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Rotenburg – Dass er vor einer schweren Saison stehen würde, war Patrik Czichos bewusst, noch bevor er sich auf das Unterfangen eingelassen hatte. „Es muss ein Schnitt her. Die kommende Saison wird eine Übergangssaison“, betont der neue Trainer des Fußball-Kreisligisten Rotenburger SV II denn auch. Viele bisherige Stammkräfte haben inzwischen das Team verlassen, wenige aus dem bisherigen Kern sind geblieben – einige neue Gesichter stoßen dazu. Ein Himmelfahrtskommando?

Nein, so würde es Czichos nicht bezeichnen. „Bei uns besteht Konsens darüber, dass wir einen Radikalumbruch wollen. Dieser Umbruch ist gewollt! Bei vielen haben wir deshalb gar nicht erst versucht, sie zum Bleiben zu bewegen“, betont er. „Nur Yannik Malende und Janno Hornig hätten wir sehr gerne behalten.“ Sie jedoch zog es zum Stadtrivalen SG Unterstedt.

Im Prinzip ist kein Mannschaftsteil mehr wiederzuerkennen – abgesehen von den Torhütern. Aus dem festen Kader der vergangenen Saison sind gerade einmal sieben Spieler übrig geblieben – vorausgesetzt Routinier Jewgenij Teichreb entscheidet sich zum Weitermachen. Ansonsten handelt es sich noch um die Keeper Lucas Mensing und Tobias Mießner sowie um Tobias Dyck, Aziz Arnavutoglu, Borreir Nasir und der vergangene Saison am Ende nicht mehr berücksichtigte Mark-Michael Völker. Nicht eben viel für ein Team, dass sich vergangene Saison in den unteren Regionen der Tabelle aufhielt.

Zwei Wiedereinsteiger und fünf neue Gesichter begrüßt Czichos bisher im Team. Da sind zum einen die längere Zeit pausierenden Jannis Koffmane und Jannis Schwarzkopf (der immerhin 2014/2015 drei Oberliga-Einsätze für den RSV hatte). Da sind zum anderen die Rückkehrer Edis Din (TuS Westerholz) und Dogan Örper (VfL Visselhövede) sowie Hussen Kanj vom TV Stemmen, Ammar Jaafa aus der eigenen vierten Mannschaft und der Indonesier Leonardo Sopacua, der nun erstmals in Deutschland in einem Verein kickt. „Er macht einen guten Eindruck. Mal abwarten, ob er schon so weit ist“, sagt Czichos.

Und auch, wenn er noch an „ein, zwei Jungs dran“ ist, bahnt sich bereits an, dass die Reserve auch in der neuen Saison auf Unterstützung aus der Ersten zählen muss, um wettbewerbsfähig zu sein. „Die enge Verzahnung soll forciert werden“, betont Czichos. Zumal das Team von Coach Tim Ebersbach vermutlich mit 26, 27 Spielern in die Oberliga gehen wird. „Da wird mit Sicherheit der eine oder andere in der Zweiten einspringen müssen. Die, die es am Wochenende nicht in den 19er-Kader schaffen, müssen ja auch spielen“, macht der Sportliche Leiter Torsten Krieg-Hasch deutlich. Damit dürfte sich Czichos aber darauf einstellen müssen, jeden Spieltag in wechselnder Besetzung aufzulaufen.

Ab Februar/März setzt er zudem darauf, auch Spieler aus der U 18 einsetzen zu können. „Und ab Sommer 2021 fangen wir dann an, eine junge Mannschaft mit einem festen Kern aufzubauen“, betont Czichos.

Von Matthias Freese

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