Keeper gibt Zusage / „Wir haben jetzt eine klare Nummer eins“

Curia belohnt den RSV

Fabiano Curia (blaues Trikot) schließt sich zur neuen Saison dem RSV an.
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Fabiano Curia (blaues Trikot) schließt sich zur neuen Saison dem RSV an.

Rotenburg – Der Kampf um den Stammplatz zwischen den Pfosten ist beendet! Zwei Wochen vor dem Saisonauftakt der Fußball-Oberliga beim BSV Kickers Emden hat sich der Rotenburger SV die Dienste von Fabiano Curia (29) als neue Nummer eins gesichert. Der Deutsch-Italiener aus Buchholz in der Nordheide hatte die vergangenen fünf Jahre beim bisherigen Landesliga-Rivalen TuS Harsefeld im Tor gestanden. Dort war er aber ausgeschieden, nachdem sich beide Seiten nicht auf eine Vertragsverlängerung geeinigt hatten. „Er ist in den letzten Jahren einer der stärksten Keeper der Liga gewesen. Er hat die Ruhe, kann Fußball spielen und ist eine echte Persönlichkeit“, beschreibt Torsten Krieg-Hasch, der Sportliche Leiter des RSV, den Neuzugang und ergänzt: „Auf diese Verpflichtung sind wir wirklich sehr stolz.“

Schließlich seien an dem Keeper noch ganz andere Vereine dran gewesen – „stimmt“, sagt Curia, lacht und merkt an: „Ich habe viele Gespräche geführt, aber alles andere hat sich nicht richtig angefühlt.“ Für den 29-jährigen Speditionsdisponenten habe an der Wümme letztlich einfach das Gesamtpaket gestimmt. Und der Mann an der Seitenlinie: „Coach Tim Ebersbach war schon echt hartnäckig. Er hat immer wieder angerufen und nicht locker gelassen. Das zahlt sich nun aus“, betont Curia. Seine Zusage gilt zunächst bis zum Jahresende.

Dass der RSV großes Interesse an dem erfahrenen Keeper hat, war längst kein Geheimnis mehr. Bereits als im Juni sein Abschied bei den Kreisstadern feststand, „ploppte“ der Name beim Oberligisten hoch, wie Krieg-Hasch bestätigt. Eigentlich hatte Curia jedoch eine Pause eingelegen wollen. Aber: „Jetzt reizt es mich schneller wieder, als gedacht“, erklärt der Buchholzer. Sehr zur Freude vom Rotenburg SV, der damit wenigstens zwischen den Pfosten nun Gewissheit hat. „Ich glaube, dass wir jetzt eine klare Nummer eins haben“, mutmaßt Krieg-Hasch.

Für Tom Knaak und Julian Paul (kam im Sommer vom TB Uphusen) dürfte das bedeuten, dass sie sich wieder in Geduld üben müssen. „Es war ihnen bekannt, dass wir mit drei Torhütern in die Saison gehen wollten. Zudem können sie von Fabianos Erfahrung noch lernen.“ Am Freitag hatte der neue Schlussmann erstmals mittrainiert, anschließend seine Zusage gegeben. Samstag regelte Krieg-Hasch dann die Modalitäten mit dem TuS Harsefeld – ganz problemlos, wie er betont. „Großes Lob an Harsefeld, das lief alles sehr fair und umgänglich ab. Sie legen Fabiano keine Steine in den Weg.“

Curias Ex-Verein hält also nach wie vor große Stücke auf ihn. Das beweist auch der Facebook-Post, mit dem der Landesligist den Abschied seines Torhüters verkündet hatte. „Manch einer, der ihn nicht kennt, wird sagen, er vermittelt manchmal den Eindruck einer Körperspannung eines Regenwurms“, ist dort zu lesen. „Aber weit gefehlt. Sobald es auf dem Platz brenzlig wird, ist er da – immer. Zuverlässig. Er ist ein Keeper, der fast nie Fehler begeht, intuitiv die richtigen Entscheidungen trifft. Eine stoische Ruhe zeichnet ihn aus, gerade mit dem Fuß am Ball.“

Egal, wie schön die Zeit in Harsefeld war: Nun liegt Curias Fokus auf dem RSV – „zu 100 Prozent. Ich bin bereit, mit dem Team alles zu versuchen, um als Underdog alles aus der Saison herauszuholen“, kündigt er an.

ZUM SPIEL:

„Das war mit Abstand unsere beste Leistung in dieser Vorbereitung“, war Tim Ebersbach überzeugt. Deshalb ist der Coach des Rotenburger SV auch alles andere als enttäuscht, dass es beim Oberliga-Rivalen 1. FC Germania FC Egestorf-Langreder eine 1:2 (0:0)-Niederlage setzte – die laut des Trainers übrigens genauso absolut in Ordnung geht.

Viel wichtiger als das Ergebnis sei ihm aber die Entwicklung seiner Mannen, die er beobachtet hatte. „Vor allem das Spiel gegen den Ball hat mir ausgezeichnet gefallen“, lobte er und fügte an: „Daher hatten wir auch trotz 40 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit die besseren Chancen.“ Die Tore, die allesamt in den letzten 20 Minuten fielen, machte aber erst einmal der Gegner. Robin Gaida (71.) und Nick Bode (76.) brachten die Gastgeber in Front, ehe Jan Friesen kurz vor Schluss noch verkürzte (84.).

Der RSV hatte sich nur für die Partie übrigens die Dienste von Sämi van den Berg gesichert. Der 20-jährige Verteidiger ist vereinslos, stand zuletzt beim Bremer SV unter Vertrag und überzeugte Ebersbach. „Er hat einen guten Job gemacht“, lobte der Coach seinen Gastspieler.

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