Test inzwischen negativ ausgefallen

Vierfacher Corona-Verdacht: „Vissel“ verzichtet auf die Punkte und tritt nicht an

Thomas Heidler
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Thomas Heidler

Visselhövede – Nach der rekordverdächtigen 0:8-Heimschlappe gegen den FC Hambergen droht dem VfL Visselhövede nun eine 0:5-Wertung in der Fußball-Bezirksliga. Der Aufsteiger von Trainer Thomas Heidler trat die Reise zum Auswärtsspiel beim SV Pennigbüttel nicht an, weil er vier Spieler im Kader hat, die noch am Freitag zusammen mit einer Person eine Feier besucht hatten, die sich wiederum am Sonntagvormittag mit Coronasymptomen ins Krankenhaus begeben hatte. Ein Test dieser Person sei inzwischen negativ ausgefallen. Das teilte der stellvertretende Abteilungsleiter Joachim Keck am Abend mit. Eine kurzfristige Absetzung der Partie hatten sowohl Staffelleiterin Claudia von Kiedrowski als auch der SV Pennigbüttel abgelehnt. Der Gastgeber hatte wiederum angeboten, im Falle eines Negativtests das Spiel schon am Dienstag nachzuholen. „Das wurde von Visselhövede sofort abgelehnt“, erklärte Pennigbüttels spielender Co-Trainer René Thiel. 

„Wenn der gegnerische Verein nicht zustimmt und niemand der Spieler in Quarantäne ist, müssen wir so verfahren“, erklärte von Kiedrowski auf Nachfrage und verwies auf die Handlungsempfehlungen des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV). „Es gibt ja keine Verdachtsfälle. Und es gibt keinen Grund, dass Visselhövede die vier Spieler nicht ersetzen kann.“

Joachim Keck, der sich mit Staffelleiterin und dem SV Pennigbüttel in Verbindung gesetzt hatte, reagierte wenig begeistert. „Die Jungs haben vom Gesundheitsamt nichts in der Hand“, bestätigte er, dass das Quartett nicht in Quarantäne geschickt wurde. „Wahrscheinlich hat sie deshalb in vielen Dingen recht. Aber trotzdem wurde da im Sinne der Regularien gehandelt und nicht im Sinne der Gesundheit“, kritisierte Keck. Er hatte auf ein „bisschen mehr Verständnis“ bei allen gehofft.

Ein Auffüllen des dünnen Kaders sei für Visselhövede nicht infrage gekommen, weil auch die zweite Herren ein Punktspiel hatte. „Wenn wir durch den Verlust der drei Punkte eine eventuelle Ausbreitung verhindert haben, haben wir alles richtig gemacht. Wenn nun publik wird, wie die Staffelleiterin in nicht bestätigten Verdachtsfällen entscheidet, hoffen wir einfach nur, dass sich zukünftig niemand für die Punkte und gegen die Gesundheit entscheidet. Sollte zukünftig einer unserer Gegner in einer ähnlichen Situation sein, werden wir alles Mögliche dafür tun, das Ganze sportlich und zugunsten der Gesundheit aller zu lösen“, zieht Keck sein Fazit. Für Visselhövede endet die Sache wohl mit drei verlorenen Punkten.

Von Matthias Freese

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