Absage in der Handball-Oberliga

Corona-Fall bei der HSG Delmenhorst - Spiel des TuS Rotenburg fällt aus

Auch auf den Plausch während des Spiels werden sie am Wochenende verzichten müssen. Jörg Rademacher (l.), Trainer der HSG Delmenhorst, kann nicht bei Lukas Misere und seinem TuS Rotenburg antreten – Corona lässt das nicht zu.
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Auch auf den Plausch während des Spiels werden sie am Wochenende verzichten müssen. Jörg Rademacher (l.), Trainer der HSG Delmenhorst, kann nicht bei Lukas Misere und seinem TuS Rotenburg antreten – Corona lässt das nicht zu.

Rotenburg – Die Corona-Zahlen steigen von Tag zu Tag weiter dramatisch an. Immer mehr Menschen infizieren sich derzeit mit dem hochansteckenden Virus. Jetzt hat es auch einen Spieler des Handball-Oberligisten HSG Delmenhorst erwischt. Zudem hat die Stadt Delmenhorst innerhalb von sieben Tagen den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner mit 63,7 klar überschritten und gilt daher seit Donnerstag als Risikogebiet. Die Konsequenz: Das Punktspiel beim TuS Rotenburg muss am Samstag (19.30 Uhr) ausfallen.

Die Delmenhorster hatten am Donnerstagabend vom positiven Fall ihres Spielers erfahren. Der Akteur war allerdings am Dienstag noch beim Mannschaftstraining gewesen, sodass alle anwesenden Personen der Kontaktgruppe eins zugeordnet werden und nun ebenfalls getestet werden müssen. Zudem wird eine Quarantäne angeordnet. „Wir haben noch nichts Offizielles vom Gesundheitsamt bekommen, es ist alles ganz frisch. Ich denke, dass bei uns insgesamt 15 Spieler der ersten und zweiten Mannschaft betroffen sind. Ich hoffe sehr, dass kein weiterer Fall auftritt“, erklärt Delmenhorsts Vorsitzender Jürgen Janßen gegenüber unserer Zeitung. Allerdings hatten alle Spieler beim Training engen Kontakt. Zudem hatte sich das Team die Dusch- und Umkleideräume geteilt.

Nach der Nachricht des positiven Falls blieb Staffelleiter Jens Schoof gar nichts anderes übrig, als das Spiel zwischen Rotenburg und Delmenhorst abzusagen. „Die Ereignisse überschlagen sich gerade. Wir versuchen dennoch, den restlichen Spielbetrieb weiterhin aufrechtzuerhalten. Wir wissen, dass es ein schmaler Grat ist. Die Gesundheit geht in jedem Fall vor, momentan gibt es aber keinen Grund für eine Generalabsage. Wir hangeln uns hoffentlich durch die Krise durch“, sagt Schoof auf Nachfrage.

Die Rotenburger sind indes froh, dass die Partie von offizieller Seite abgesagt wurde und somit nicht der Wümme-Club eine Entscheidung treffen musste. „Es ist die logische Konsequenz, dass nicht gespielt wird. Keiner will der Buhmann sein, wenn am Ende doch etwas passiert. Das Risiko ist nicht überschaubar. Ich bin gespannt, wie es mit der Liga weitergeht“, so Rotenburgs Teammanager Johann Knodel.

Von Mareike Ludwig

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