Drei Aufstiege in Serie / „Das war damals ein Zickenhaufen“

Cordes bringt Scheeßel in die Erfolgsspur

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Uwe Cordes

Start-Nr. 13: Rotenburg - Die Erfolge der Handballerinnen des TV Scheeßel in den vergangenen drei Spielzeiten sind eng mit dem Namen ihres Trainers Uwe Cordes verbunden. Der 48-jährige Berufssoldat, der zur Zeit in Munster stationiert ist, hat die Mannschaft 2009 in der 2. Kreisklasse übernommen und sie bis in die Kreisoberliga geführt.

Uwe Cordes hatte seinen ersten Kontakt zum Handball mit sieben Jahren beim damaligen TSV Borstel, heute HSG Verden-Aller. Mit 15 Jahren zog er nach Rotenburg und war viele Jahre beim TuS Rotenburg als Spieler, Trainer und Schiedsrichterwart aktiv. Hauptsächlich trainierte der 48-Jährige die weibliche A- und B-Jugend, aber auch die männliche B-Jugend und die Damen. Im Jahre 2004 hörte er dort als Trainer auf, weil er nach Afghanistan eingezogen wurde. Nach seiner Rückkehr trainierte Cordes bis 2006 wieder die zweite Rotenburger Damenmannschaft, bevor er erneut für sechs Monate nach Afghanistan ging. Einige Monate später erreichte ihn im März 2009 ein Anruf seiner ehemaligen Rotenburger Spielerin Ulrike Dreyer, die inzwischen beim TV Scheeßel aktiv war – dort wurde ein Coach für die Damen gesucht. „Das war damals nur noch ein Hühner- und Zickenhaufen“, erinnert sich Scheeßels Vorsitzende Ina Hanck. Cordes schaffte es in kürzester Zeit, mit großem Engagement und manchmal auch dem rauen Bundeswehrton, klare Linie ins Team zu bekommen. Lohn war die Meisterschaft in der 2. und eine Saison später in der 1. Kreisklasse. In der vergangenen Saison stieg Scheeßel als zweitbeste Mannschaft aus dem Kreis Verden von der Kreisliga in die Kreisoberliga Süd auf. Mit 10:14 Punkten belegt das Beeke-Team zur Zeit einen guten Mittelfeldplatz. Cordes’ Bilanz als Trainer kann sich sehen lassen: Von 66 Meisterschaftsspielen verlor er nur 17. Im Pokal gab es in acht Spielen fünf Siege und drei Niederlagen.

Ob die Erfolgsstory von Uwe Cordes beim TV Scheeßel weitergeht, hängt vom Job ab, denn noch ist nicht klar, ob der Berufssoldat in Munster stationiert bleibt. „Ich werde das spätestens im April erfahren“, sagt er. Für den TV Scheeßel wäre sein Weggang ein großer Verlust – die Erfolge sprechen für sich. · jho

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