Ab sofort Trainer der gefährdeten A-Jugend / „Diese Aufgabe reizt mich“

Cord Ohlmann ist zurück im Kreise der RSV-Familie

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Drei Männer, ein Emblem auf der Brust: Die Jugendleitung des RSV mit Wolfgang Surek (l.) und Stefan Wilk (M.) freut sich, Cord Ohlmann als neuen A-Jugend-Trainer begrüßen zu können.

Rotenburg - Von Matthias FreeseDie lange Suche endete mit einer eigentlich ganz naheliegenden Lösung: Cord Ohlmann kehrt nach knapp drei Jahren zurück zum Rotenburger SV. Ab sofort ist er der verantwortliche Trainer der A-Jugend – gestern Abend leitete er bereits in der Halle die erste Trainingseinheit des Landesligisten, nachdem die Zusammenarbeit mit den Heins-Brüdern Jannick und Colin zum Winter beendet worden war.

„Eingetütet“ hatte die Verpflichtung der Marketingbeauftragte Paul Metternich – im Auftrag des Vorstands und nach einem Tipp aus dem Kreis der S 40. Einige Gesprächsrunden waren mit dem 41-jährigen Stapeler dabei nötig. „Ich habe nicht gesagt: Mir ist langweilig, bitte nehmt mich“, betont Ohlmann, der im Dezember beim Kreisligisten TuS Westerholz wegen des ausbleibenden Erfolgs entlassen worden war. „Ich hatte gerade angefangen, die freie Zeit zu genießen. Aber der RSV suchte jemanden, der was bewegen kann. Und eine Aufgabe, bei der viele sagen, dass es nicht gut geht, reizt mich.“

In der Tat scheint der Job, der auf ihn wartet, alles andere als einfach zu sein. Erstens steht das Team mit nur fünf Punkten auf dem vorletzten Platz, zweitens ist der aktuelle Kader viel zu klein, um aus eigener Kraft zu bestehen. „Ich habe elf oder zwölf Spieler. Da ist es in erster Linie das Ziel, wieder eine Mannschaft zusammenzukriegen. Auch die U 16 ist bereit, weiter auszuhelfen“, kann sich der neue Coach der Unterstützung seines Bruders Henri, der für den jüngeren Jahrgang verantwortlich zeichnet, sicher sein. Gleichwohl muss und wird er versuchen, neues Personal zu gewinnen und mehr Struktur reinzubringen.

Ohlmann hat selbst einst für die A- und B-Jugend des RSV gespielt, aber auch schon die B-Jugend zu Zeiten von Kuru, Lange & Co. erfolgreich in der Bezirksoberliga trainiert. Sein letztes Engagement beim RSV datiert von 2006 bis 2011, als er die zweite Herren von der 1. Kreisklasse bis in die Bezirksliga führte. Nach einigen Machtkämpfen mit der Mannschaft zog er die Konsequenzen und trat damals zurück.

Schnee von gestern für Ohlmann – „nachkarten ist Unsinn“, sagt er und bekennt sich zum RSV: „Es wäre extrem schade, wenn die Mannschaft auseinanderfällt.“ Bis Saisonende hat er erst einmal zugesagt. „Dann werde ich mir angucken, ob ich das auch langfristig machen möchte“, erklärt Cord Ohlmann.

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