Jeersdorfer schießt erst seit vier Jahren – und ist jetzt Vize-Landesmeister

Cord Meyer fährt zur DM

Ganz genau gezielt: Cord Meyer vom SV Jeersdorf schoss sich bei den Landesmeisterschaften zum Vize-Titel und sicherte das DM-Ticket. Fotos: Frerichs

Jeersdorf - Von Matthias Freese. Keine Frage: Für Cord Meyer war dieser Auftritt definitiv sein bisheriges sportliches Highlight. „Da hatte ich nicht mit gerechnet“, gestand der Bogenschützen des SV Jeersdorf, der bei den Hallen-Landesmeisterschaften in Bad Fallingbostel nicht nur überraschend den Vize-Titel im Herren-Einzel sowie mit der Mannschaft (zusammen mit Florian Dreyer und Christoph Löffler) holte. Der 38-Jährige qualifizierte sich mit seinem Recurvebogen obendrein erstmals für die Deutsche Meisterschaft. Diese steigt Mitte März in Hof (Bayern).

Mit starken 565 Ringen ging Meyer aus der Qualifikationsrunde als Dritter hervor. „Das ist bisher meine Bestleistung. Nach zwei, drei Pfeilen habe ich schon gemerkt: Das ist ein Tag, an dem was laufen kann“, berichtete der Jeersdorfer. Dabei schießt er erst seit vier Jahren und absolvierte nun seine zweite Landesmeisterschaft in der Halle. Dass er aber aktuell in starker Form ist, zeigte Meyer bereits zwei Wochen zuvor, als er mit seiner Leistung maßgeblich zum Klassenerhalt der Jeersdorfer Mannschaft in der Verbandsoberliga beitrug. Für ihn selbst spielte auch das Training mit Coach Jürgen Schneider eine entscheidende Rolle: „Wir sind dieses Jahr frühzeitig auf die Landesmeisterschaft vorbereit worden – auch mental, sodass wir gelernt haben, wann man die Nerven behalten muss.“

Bei Cord Meyer zahlte sich das besonders aus. „Souverän ist gar kein Ausdruck“, staunte auch Vereinskollegin Margit Müller. Im Achtelfinale spürte der Jeersdorfer nicht nur die Unterstützung der zahlreich mitgereisten Vereinsmitglieder, sondern auch, dass noch mehr drin war. Prompt bezwang er Markus Wehner (VfL Grasdorf) mit 6:2. „Cord war cool – zumindest nach außen“, meinte Müller. So auch im Halbfinale gegen Hendrik Schüttmann (SV Querum), das er durch ein 30:29 im letzten Satz mit 6:4 gewann.

Das Finale war geschafft – dort war gegen den amtierenden Deutschen Meister Heiko Keib (SV Isernhagen) jedoch die Luft raus. „Das war eine Gefühlsexplosion – da ging gar nichts mehr“, nahm Meyer das 0:6 jedoch mit Humor. Wohlwissend um seine starke Leistung, durch die er auch die Mannschaft zum Vize-Titel mit insgesamt 1 617 Ringen hinter dem SV Querum (1 675) geführt hatte. Teamkollege Florian Dreyer verpasste als Zehnter mit 540 Ringen knapp das Finale, Christoph Löffler (512) landete auf Platz 25. „Ich hoffe, dass ich bei der DM meine Ringzahl halten kann und mich vielleicht um ein, zwei verbessern kann“, peilt Meyer ganz optimistisch das Finale der besten 16 an.

Die erfolgsverwöhnten Master-Recurve-Damen des SV Jeersdorf müssen sich die DM dafür womöglich abschminken – auch wenn die Limitzahlen noch nicht feststehen. „Insgesamt haben wir mit 1 510 Ringen eine schlechte Ausgangsbasis“, weiß auch Müller. „Wir haben unsere Leistung aus dem Training nicht abrufen können.“ Beste Schützin war auf Rang drei Heike Lauridsen (512), Müller folgte als Vierte (508), Silke Ahlers als Neunte (490) – das bedeutete in der Teamwertung Bronze.

Die gab es mit dem Blankbogen auch für die Master-Herren des SV Unterstedt (1 383). In der Einzelwertung schnitten Andreas Menzel (475) und Heinz Unger (467) als Fünfter und Siebter am besten ab.

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