RSV gewinnt Elsdorfer Pokalwochen – aber gegen St. Paulis Dritte / „Gut für den Verein“

Colin Heins trifft und legt auf – 6:0

Ist Maximilian Schulwitz (2.v.r.) am Ball, ist der RSV-Mittelstürmer auch nur schwer wieder davon zu trennen. Zwei Mal traf der 18-Jährige gestern Abend gegen St. Paulis Dritte. ·
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Ist Maximilian Schulwitz (2.v.r.) am Ball, ist der RSV-Mittelstürmer auch nur schwer wieder davon zu trennen. Zwei Mal traf der 18-Jährige gestern Abend gegen St. Paulis Dritte. ·

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseELSDORF · Das war so nicht zu erwarten: Vor rund 250 Zuschauern gelang den Oberliga-Fußballern des Rotenburger SV gestern Abend im Finale der Elsdorfer Pokalwochen ein kleines Torfestival. Gegner beim 6:0 (5:0)-Triumph war allerdings auch nicht der hierfür qualifizierte Regionalligist FC St. Pauli II gewesen – der Kiez-Club hatte vielmehr seine Dritte aus der Hamburger Bezirksliga Süd geschickt.

Dem RSV war’s egal. So gelang ihm erstmals seit 2004 wieder der Turniersieg in Elsdorf. „Das ist gut für den Verein, dass wir uns mal wieder auf der Trophy eingetragen haben“, meinte auch Coach Benjamin Duray.

Überbewerten wollte er den Erfolg im ungleichen Duell jedoch nicht: „Ich hoffe aber, dass die Jungs ein bisschen Selbstvertrauen und Spielfreude mit rausnehmen.“ Schließlich steht am Sonnabend bereits das erste Oberliga-Punktspiel im Ahe-Stadion gegen Aufsteiger TB Uphusen an.

Gestern Abend dauerte es zehn Minuten, ehe sich der RSV gegen zunächst munter mitspielende Hamburger ein Übergewicht erarbeitete und zu Torchancen kam. Gleich die erste hochkarätige verwertete Jelle Röben nach einer Vorlage von Außenverteidiger Yannik Malende – Rotenburgs Stürmer fackelte nicht lange und zog trocken ab (12.). Was folgte, waren Möglichkeiten fast im Minutentakt – Sascha Schneider (16.), Maximilian Schulwitz (17.), Röben und Schulwitz im Doppelpack (18.) sowie noch zwei Mal Schneider (21./23.) scheiterten aber noch, ehe in der 29. Minute der Knoten platzte. Einen Freistoß von Colin Heins drückte Schulwitz über die Linie. Nur sechs Zeigerumdrehungen später erhöhte Colin Heins nach Flanke von Innenverteidiger Christoph Drewes, bis zur Pause staubte erneut Schulwitz ab (38.), während Schneider auf 5:0 erhöhte (40.). Es war übrigens die dritte Torvorlage durch Colin Heins gewesen. Ansonsten gefiel vor allem Drilon Demaku in der Rolle des Sechsers. Hier setzte das Eigengewächs viele Impulse, seine Aktionen hatten stets Hand und Fuß.

Nicht so munter ging es in Hälfte zwei weiter. „Da hat ein, zwei Mal die letzte Entschlossenheit im Abschluss gefehlt“, fand Duray. So war es einzig Außenverteidiger Marcel Costly, der noch zum 6:0 traf (75.). RSV-Keeper Lucas Mensing durfte sich immerhin in den Schlussminuten noch zwei Mal auszeichnen – bei einem satten Schuss von Christopher Hermann (88.) sowie im Eins-gegen-eins-Duell mit Roman Kasper (90.).

Rotenburger SV: Lohmann (46. Mensing) - Malende (46. Costly), Drewes, Ebersbach, France (46. Kiel), Demaku (56. Kirschke), Durmaz, C. Heins (46. Klützke), Röben, Schulwitz (46. J. Heins), Schneider (46. Mickelat).

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