Coach steigt nach fünf Jahren zum Saisonende aus

Greve verlässt die Hurricanes

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Die Spiele bei den Hurricanes sind für Christian Greve gezählt: Der Coach beendet zum Saisonende die Zusammenarbeit mit den Bundesliga-Basketballerinnen.

Scheeßel - Von Mareike Ludwig. Auch ein eineinhalbstündiges Gespräch brachte ihn von seiner Entscheidung nicht mehr ab. Zu gefestigt war sein Entschluss. Christian Greve verlängert seinen zum 30. Juni auslaufenden Vertrag nicht und kehrt damit den Avides Hurricanes zum Saisonende nach fünf Jahren den Rücken. Diese Nachricht teilte er am Dienstagnachmittag Vorstandsmitglied Utz Bührmann mit, am Abend folgte dann das Gespräch mit seinen Bundesliga-Basketballerinnen.

Kommentar zum Greve-Aus

„Damit habe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet. Wir waren mit seiner Arbeit immer sehr zufrieden und hatten daher gehofft, dass er weitermacht“, erklärt Bührmann, der sich bei den Hurricanes um die Finanzen kümmert. Das Thema Geld sei es aber definitiv nicht gewesen, das Greve nun zum Abschied bewegt hat. „Darum ging es nicht. Wir hatten unser Angebot noch mal nachgebessert, daher war ich wirklich guter Dinge. Ich habe alles versucht, er war aber nicht zu überreden“, sagt Bührmann etwas geknickt.

Greve selbst klingt nach seiner Verkündung sehr aufgeräumt. „Ich weiß, was ich bei den Hurricanes habe. Die Zeit hat mir viel Spaß gemacht, die Zusammenarbeit war immer super. Bei mir überwiegt aber der Wunsch nach einer Veränderung. Ich will mich selbst noch mal woanders ausprobieren“, begründet der 39-Jährige seine Entscheidung. Wo das künftig sein wird, ist noch völlig offen. Bislang habe es „keinerlei Gespräche“ mit anderen Vereinen gegeben. „Ich wurde weder abgeworben, noch habe ich schon einen konkreten Plan. Ich lasse es auf mich zukommen. Ich kann mir alles vorstellen, möchte aber gerne weiterhin als Trainer im Basketball arbeiten“, verrät der ehrgeizige Coach, der auch ein Engagement im Ausland nicht ausschließt.

Die vergangenen Wochen beschreibt Greve als „sehr intensiv“. Mit seinen beiden besten Freunden sowie seiner Familie habe der gebürtige Lübecker viele Gespräche geführt. „Dadurch habe ich auch mal eine Sicht von außen bekommen. Meine engen Vertrauten haben mich gut beraten, die Entscheidung habe ich letztendlich aber alleine getroffen“, so Greve.

Dass sein nun öffentlich gewordener Abschied Auswirkungen auf das anstehende Play-off-Spiel am Samstag gegen die BG Donau-Ries haben könnte, glaubt Greve indes nicht. Im Gegenteil: „Die Mädels können mir noch mal zeigen, wie toll sie spielen. Eine getrübte Stimmung ist auch gleichzeitig ein guter Motor für die Motivation. Ich denke eher, dass es für die Mannschaft ein positiver Schub ist.“ Zudem habe er sich nunmal mit dem Vorstand verständigt, seine Entscheidung Ende März mitzuteilen. „Und daran halte ich mich. So hat der Verein nun genügend Vorlaufzeit.“

Einen möglichen Nachfolger hat Utz Bührmann aber noch nicht in der Hinterhand. Dafür kam Greves Entschluss für ihn zu überraschend. „Christian hinterlässt natürlich eine große Lücke bei uns. Einen neuen Coach zu finden, ist nie einfach. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir eine geeignete Lösung präsentieren“, zeigt sich das Vorstandsmitglied optimistisch. Dass Thomas König, der sich als zweiter hauptamtlicher Coach um die Herren sowie den männlichen Jugendbereich der Hurricanes kümmert, zu den Damen „wechselt“, hält Bührmann für ausgeschlossen. „Thomas hat uns bereits signalisiert, dass er gerne im männlichen Bereich bleiben möchte. Natürlich sprechen wir die neue Situation nun aber noch mal mit ihm durch“, erklärt Bührmann.

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