Hurricanes-Finalgegner Braunschweig hat keine Lizenz gestellt / Geldstrafe für Hannover

Coach Greve: „Das spielt für uns keine Rolle“

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes stehen vor einer kuriosen Situation! Das Team von Trainer Christian Greve kämpft im Play-Off-Finale mit Eintracht Braunschweig gegen eine Mannschaft um den Aufstieg, die keinen Lizenzantrag für die 1. Bundesliga gestellt hat.

„Das spielt für uns keine Rolle. Wir wollen gewinnen, denn nur der Meister hat das direkte Aufstiegsrecht“, lässt Greve erst gar keine Zweifel über die Marschroute aufkommen.

Die erste Partie im Modus „Best-of-Three“ findet am Sonnabend, 26. April, um 18.30 Uhr in der Pestalozzihalle statt. Das Rückspiel steigt eine Woche später.

Die Braunschweiger hatten bis zuletzt nicht damit gerechnet, dass die Mannschaft so weit kommt und daher auf den Lizenzantrag verzichtet. „Wir waren froh, überhaupt die Play-Offs erreicht zu haben, schließlich sind wir Aufsteiger“, begründet Geschäftsstellenleiter Klaus Schroeder auf Nachfrage dieser Zeitung.

Die Löwenstädterinnen werden somit auch im Falle der Meisterschaft nach Auskunft des DBBL-Geschäftsführers Achim Barbknecht „nicht aufsteigen, da sie keine Lizenz beantragt haben“. Schroeder dagegen vermutet, dass er die entsprechenden Unterlagen im Zweifelsfall noch nachreichen kann. Doch diese Hoffnung macht Barbknecht zunichte: „Das Lizenzierungsverfahren ist laut Statuten klar geregelt. Am 31. März war die Abgabefrist. Ein Nachreichen ist nicht möglich. So sind unsere Spielregeln.“ Die Braunschweigerinnen wären nur dann wieder im Topf, wenn alle Erst- und Zweitliga-Vereine, die ihre Unterlagen eingereicht haben, zurückziehen – doch dieser Fall ist quasi ausgeschlossen.

Für die Hurricanes bedeutet dies jedoch keineswegs, sich entspannt zurücklehnen zu können und den Sekt schon mal kalt zu stellen. „Beide Bausteine – die sportliche Qualifikation und die Lizenz – müssen erfüllt werden. Sollten die Hurricanes die Final-Serie also verlieren, wäre der Aufstieg damit auch nicht realisiert. Obwohl Braunschweig keine Lizenz beantragt hat“, erklärt Barbknecht das Verfahren.

Doch damit nicht genug: Selbst im Falle einer Niederlage gäbe es für die Hurricanes noch eine Hintertür. In welcher Konstellation das Greve-Team dann den Weg ins deutsche Oberhaus antreten dürfte, darüber will sich Barbknecht erst Gedanken machen, „wenn es auch soweit ist. Es macht keinen Sinn, sich schon den Kopf zu zerbrechen. Wir werden die Situation dann in einer Findungskommission genau betrachten.“

Die Braunschweiger hatten den vorzeitigen Einzug ins Play-Off-Finale erreicht, da der TK Hannover aus Verletzungsgründen auf das dritte und entscheidende Halbfinalspiel verzichtet hat (wir berichteten). „Wir können keinen Verein dazu zwingen, ein Spiel auszutragen. Wir haben aber unsere Statuten, an die wir uns halten müssen. Daher wird Hannover eine Sanktion erhalten. Die Post ist auch schon auf dem Weg“, verrät Barbknecht. Wie hoch die Geldstrafe ausfällt, darüber wollte der DBBL-Geschäftsführer jedoch keine Aussage machen. Nur so viel: „Es ist eine Höhe, die dem Verein meiner Meinung nach wehtut.“

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