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TuS Bothel: „Co“ Klinger spürt die Akzeptanz

Sie haben gesucht und bisher keinen Trainer gefunden: Bothels Mannschaftsrat und der Sportliche Leiter Dennis Schlifelner müssen jetzt im Kollektiv das Training koordnieren und das Coaching übernehmen. Das Bild zeigt (v.l.): Torben Klinger, Torsten Hoops, Dennis Schlifelner, Sascha Denell, Sebastian Wichern und Gianfranco Cusimano.
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Sie haben gesucht und bisher keinen Trainer gefunden: Bothels Mannschaftsrat und der Sportliche Leiter Dennis Schlifelner müssen jetzt im Kollektiv das Training koordnieren und das Coaching übernehmen. Das Bild zeigt (v.l.): Torben Klinger, Torsten Hoops, Dennis Schlifelner, Sascha Denell, Sebastian Wichern und Gianfranco Cusimano.

Bothel – Das Lachen hat Dennis Schlifelner noch nicht verlernt. Sogar zum Scherzen ist der Sportliche Leiter des Fußball-Kreisligisten TuS Bothel weiterhin aufgelegt. „Wir stellen definitiv nicht unseren Spielbetrieb ein“, antwortet er mit einem Augenzwinkern auf die Frage, was es für die Mannschaft heißt, ohne Trainer in die neue Saison gehen zu müssen. Die Grün-Weißen suchen nach dem berufsbedingten Weggang von Sven Schumacher seit Anfang Juni einen neuen Coach – bislang vergebens. Daher hat sich nun der fünfköpfige Mannschaftsrat der Traineraufgaben (vorerst) angenommen. Den Hut hat dabei Co-Trainer Torben Klinger auf.

„Wir sind weiter fleißig auf der Suche, leider sind wir noch nicht fündig geworden. Die Situation ist natürlich sehr schwierig. Wir wollen auf jeden Fall eine nachhaltige, längerfristige Lösung. Daher telefoniere ich auch nicht einfach wild herum“, erklärt Schlifelner. So lange der 31-Jährige kein grünes Licht geben kann, springt Klinger zusammen mit Kapitän Sascha Denell, Abwehrchef Torsten Hoops und den Mittelfeldspielern Gianfranco Cusimano sowie Sebastian Wichern ein. „Wir haben die verschiedenen Aufgaben aufgeteilt. Jeder hat seinen Bereich. Bislang klappt es sehr gut, wir sind eigentlich immer auf einer Wellenlänge unterwegs“, erklärt Klinger erfreut. Und Torsten Hoops fügt hinzu: „Wir sind wirklich ein gutes Team und sind uns einig.“

Da Klinger und Co. aber alle auch noch weiterhin selbst auf dem Feld stehen wollen, ist es für das Quintett „keine Option“, den Trainerposten komplett zu übernehmen. „Aktuell sieht es leider so aus, dass wir ohne Coach in die neue Saison gehen müssen. Ich lasse die Jungs nicht im Stich. Bis wir einen Nachfolger gefunden haben, mache ich selbstverständlich mit dem Mannschaftsrat die Aufgaben weiter“, versichert Klinger.

Der 28-Jährige selbst fühlt sich in seiner Rolle als spielender Übergangstrainer zwiegespalten. „Es ist total blöd, diese Ungewissheit zu haben. Keiner kann sagen, wie und wann es weitergeht. Auf der anderen Seite sind wir dadurch als Team aber noch enger zusammengerückt. Wir sind mehr als Mannschaft gefordert, müssen viel miteinander reden und uns austauschen. Das ist die positive Seite“, beschreibt Klinger.

Stenogramm

TuS Bothel

Zugänge: Fehlanzeige.

Abgänge: Luca Griech (VfL Visselhövede), Tristan Grollmisch (TuS Hemslingen/Söhlingen).

Kader: Tor: Sascha Denell - Abwehr: Kevin Altmann, Tim Beyer, Sven Beyer, Jonas Heinecke, Torsten Hoops, Torben Klinger, Cedric Neuschwander, Malte Woltmann - Mittelfeld: Gianfranco Cusimano, Lennart Henke, Bastian Hollmann, Tim Kalwait, Philipp Mählmann, Christoph Meinke, Nico Schanowski, Phil-Luca Stölpe, Sebastian Wichern - Angriff: Cedric Ahrens, Tim Tjorven Dornemann, Frenk Günter.

Trainer: Vakant.

Co-Trainer: Torben Klinger.

Trainerteam: Sascha Denell, Sebastian Wichern, Gianfranco Cusimano, Torsten Hoops.

Saisonziel: Gesichertes Mittelfeld.

Favoriten: SG Unterstedt, TuS Zeven, FSV Hesedorf/Nartum.

Dass es im Ligabetrieb Probleme innerhalb des Teams wegen der Aufstellung geben könnte, befürchtet der gelernte Physiotherapeut nicht. „Ich bin selbstbewusst genug und bringe meine Meinung durch. Bei uns wird nach Leistung aufgestellt, da kann ich es trennen, ob ich spiele oder auf der Bank bin. Wenn ein Spieler auf meiner Position für die entsprechende Partie besser geeignet ist, wird er selbstverständlich eingesetzt. Die Akzeptanz aus der Mannschaft ist auf jeden Fall vorhanden“, betont Klinger.

Die schwierige Trainersuche hat es den Bothelern quasi unmöglich gemacht, Neuzugänge zu gewinnen. So gehen die Grün-Weißen denn auch ohne neues Gesicht in die Saison. „Mal schauen, wie sich unsere Situation bis zur Winterpause entwickelt, dann schauen wir weiter“, so Klinger. Und Schlifelner fügt hinzu: „Wir befinden uns leider nicht auf der Sprint-Distanz, sondern laufen gerade einen Marathon. Daher dauert es logischerweise etwas länger, bis wir das Ziel erreichen.“

Ihre Ausdauerqualitäten beweisen gerade auch Tim Beyer und Cedric Ahrens. Die beiden waren mehrere Monate verletzt und lassen sich dennoch nicht unterkriegen. So langsam kämpfen sie sich wieder heran. Während Beyer nach einjähriger Pause sogar schon wieder komplett mittrainiert, den ersten Einsatz hatte und laut Klinger „gute Fortschritte“ macht, befindet sich Ahrens derzeit im Lauftraining. „Er ist gewillt, wieder voll anzugreifen. Es dauert leider noch, doch dann ist ,Ceddy‘ auf jeden Fall ein enormer Gewinn für uns“, blickt der Co-Trainer voraus.

Schlag auf Schlag mit Torsten Hoops

Wer ist ...
... der schnellste Spieler im Team?
Nico Schanowski. Da kommt definitiv keiner hinterher.
... der Spieler mit dem härtesten Schuss?
Da haben wir einige Kandidaten. Frenk Günter und Lennart Henke.
... der Gute-Laune-Beauftragte?
Das bin ich auf jeden Fall. Ich bin immer gut drauf.
... der Spieler mit dem außergewöhnlichsten Spitznamen? Woher kommt er?
Jonas Heinecke heißt „Sunny“. Ich habe aber keine Ahnung, wie er dazu gekommen ist.
... der Spieler, der vor und nach der Partie am längsten in der Kabine braucht?
Torben Klinger. Als Co-Trainer bereitet er immer alles vor. Nach den Spielen muss er immer erstmal eine Runde quatschen und geht als Letzter in die Dusche.
... der Kabinen-DJ?
Sebastian Wichern. Eigentlich haben wir auch Mitspracherecht, was die Playlist angeht. Davon habe ich aber noch nichts gemerkt. Ist aber auch so alles gut.
... der Spieler, der das skurrilste Idol hat?
Gianfranco Cusimano findet Paulo Dybala toll.
... am aktivsten in den Sozialen Medien?
Sven Beyer und ich sind es definitiv nicht. Nico Schanowski und Frenk Günter gucken auf jeden Fall ständig auf ihr Handy.
... der Spieler mit dem ausgefallensten Modegeschmack?
Das ist ebenfalls Nico Schanowski. Er trägt seine Hosen auch im Winter hochgekrempelt.
... der Spieler, der am meisten Karten sammelt?
Christoph Meinke ist schon immer vorne dabei. Kevin Altmann ist ebenfalls ein Kandidat.
... der Spieler, der das wichtigste Amt im Team übernimmt?
Sascha Denell. Er ist nicht nur unser Kapitän, sondern kümmert sich auch um alle Getränke für die Spiele.
... der Beständigste am Tresen?
Sven Beyer und Sascha Denell. Beide sind immer da und bleiben bis zum Schluss.

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