Spieler des Wochenendes

Bothels Routinier Christoph Meinke stellt mit 33 einen neuen Rekord auf

Christoph Meinke (r.) läuft mit dem Ball am Fuß über den Platz.
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Ist Christoph Meinke (r.) am Ball, dann ist er nur schwer davon zu trennen. Seit der Partie gegen Unterstedt (unser Bild) spielt er wieder offensiv statt defensiv.

Die Positionsumstellung bei Christoph Meinke fruchtet weiterhin. Er trifft, trifft, trifft und ist auch deshalb unser Spieler des Wochenendes.

Bothel – Das Wochenende war eng getaktet und ziemlich intensiv für Christoph Meinke. „Gefühlt war ich keine Minute zu Hause“, gesteht der Routinier des TuS Bothel. Gerade noch rechtzeitig schaffte er es zum Aufwärmen und damit zum Spiel seines Fußball-Kreisligisten gegen den TSV Karlshöfen. Und dort gelang ihm mit seinen 33 Jahren ein persönlicher Rekord: Fünf Tore erzielte der Kreativspieler, womit er seine bisherige Bestmarke von vier Treffern – erzielt im August 2015 in der Bezirksliga gegen den TSV Ottersberg II und Keeper Moritz Meyer – noch toppte. „Im Prinzip hatte ich bei allen vier Toren in der ersten Halbzeit so einen gewissen Torriecher und habe darauf spekuliert, wo der Ball hinkommen kann“, sagt der Goalgetter.

Auf dem Platz ist Meinke zwar ein Kämpfer, aber eben auch für die spielerischen Highlights zuständig. Das war tags zuvor noch anders. Er half Coach, Kumpel und Bauherr Dennis Schlifelner beim Richten seines Daches. „Da war ich eher der Bodentrupp und Zuarbeiter, das ist mein Leistungsbereich in dem Sektor, weil ich bei so etwas zwei linke Hände habe“, erzählt Meinke schmunzelnd. Am Sonntagmorgen bewegte er sich dann wieder in seinem Fachgebiet. Der Inhaber der Elite-Jugend-Lizenz war als DFB-Stützpunkttrainer zusammen mit weiteren Kollegen zu einer Fortbildung vom SV Werder Bremen eingeladen worden. Die hatte er aber vorzeitig verlassen müssen, eben weil der TuS Bothel wartete. „Wir hatten bei Karlshöfen angefragt, ob wir nicht den Anpfiff auf 15 Uhr verlegen könnten. Das haben sie abgelehnt“, berichtet Meinke. Ein folgenschwerer Fehler. „So ein bisschen hatte ich das schon im Hinterkopf. Die Quittung haben sie ja gekriegt“, sagt Meinke und lacht.

Dabei war es für den Bankkaufmann erst das dritte Spiel in Folge auf seiner alten Position als Zehner – in denen erzielte er aber mittlerweile acht Tore. Sieben Partien absolvierte Meinke bis dato als Innenverteidiger – eine Idee von Coach Schlifelner, um hinten Sicherheit reinzubringen. „Das lief ja auch ganz gut. Ich meine, wir haben da nur acht Gegentore bekommen“, bemerkt Meinke. Und er verrät, dass er bei dieser „Umschulung“ auch ein wenig an Björn Mickelat vom Rotenburger SV gedacht hatte, der Ähnliches schon beim TuS Zeven und zuletzt beim RSV in der Oberliga praktizierte. „Ich nehme mir bei allem ,Micky‘ als Vorbild“, meint Meinke in Richtung des fast 41-jährigen Oberliga-Spielers.

Mit seiner Einwechslung gegen die SG Unterstedt (1:1) kehrte er zurück auf seine angestammte Position. Aus einem einfachen Grund: „Es fehlte uns gewaltig der Punch, die Initiative nach vorne.“ Und da gibt es beim TuS Bothel (vielleicht sogar in der Liga) keinen, der das besser umsetzen kann als Meinke. Die Folge: In den jüngsten beiden Spielen gegen den TuS Tarmstedt und Karlshöfen gelangen Bothel zwölf Tore. „In diesen Spielen mussten wir nach vorne spielen – da bringt es nichts, hinten nur stabil zu stehen.“

Für den Aufstiegsrundenzug kam die Rückkehr der Torgefahr jedoch zu spät. „Das haben wir leichtfertig hergeschnket.“ Egal, für Meinke gibt es dennoch ein klares Ziel – er möchte jetzt gerne „Abstiegsrunden-Meister“ werden. „Ich weiß nicht, ob es diese Definition gibt, aber da will ich auf jeden Fall Erster werden“, betont der Ur-Botheler.

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