Hurricanes unterliegen im Play-Off-Rückspiel klar mit 55:82 / „Wir haben nicht als Team gespielt“

Chemnitz nutzt Bobos Tief aus

Katharina Wohlberg (am Ball, gegen Danielle Ward) stemmte sich vehement gegen die Niederlage.Fotos (6): Freese

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseSCHEESSEL · Aus den harmlosen Stubentigern sind wieder echte Raubkatzen geworden – und als Beute mussten die Zweitliga-Basketballerinnen der BG ’89 Hurricanes herhalten! Im Rückspiel des Play-Off-Halbfinals bissen die ChemCats Chemnitz vor 400 Zuschauern in Scheeßel schmerzhaft zu und kamen zu einem souveränen 82:55 (37:26)-Erfolg. Damit glichen die Damen aus Sachsen im „Best-of-three“-Modus aus und genießen nun im entscheidenden dritten Spiel am nächsten Sonntag Heimrecht.

Die Gründe für die deutliche Packung der BG ’89 waren schnell gefunden: „Die waren saustark und haben besser getroffen. Aber es ist hier auch keine One-Man-Show. Wir haben nicht als Team gespielt“, stellte Centerin Katharina Wohlberg, die zusammen mit der jungen Elina Stahmeyer (beide jeweils elf Rebounds), die stärkste Spielerin bei den Gastgeberinnen war, treffend fest.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte zudem Pointguard Erika Bobo. Der US-Amerikanerin, bisher die wertvollste und konstanteste Akteurin im Team, wollte rein gar nichts gelingen. Ungewohnte Ballverluste und Fehlpässe (allein vier Turnovers in der ersten Halbzeit) zwangen auch Roland Senger zum frühen Handeln. „Wir sind auf ihre Präsenz angewiesen, aber heute war das eher schwach“, wusste der Coach und holte Bobo schon in der vierten Minute vom Feld. Als er sie nach einer zweiminütigen Denkpause wieder einwechselte, gab’s noch einen ernstgemeinten Ratschlag mit auf den Weg: „Erika, die Körpersprache ist entscheidend.“ Doch eigentlich war die Partie zu diesem Zeitpunkt schon vorentschieden, denn die starke Aufbauspielerin Cassady Moore hatte für eine beruhigende 17:2-Führung der Gäste gesorgt (5.). „Vom Spielverlauf war es ähnlich wie im Hinspiel“, bemerkte hinterher Chemnitz’ Coach Raoul Scheidhauer. Nur, dass die Woche zuvor sein Team so einen Fehlstart produziert hatte.

Ob die BG ’89 nun übermotiviert war oder der Druck zu hoch – „das lässt sich nicht klären“, meinte Roland Senger. Fakt war aber: Chemnitz hatte sich bestens eingestellt, verteidigte ungemein aggressiv und traf deutlich sicherer als die Hurricanes. „Chemnitz hat in der Verteidigung einen exzellenten Job gemacht und war gut auf uns eingestellt“, bemerkte der Coach. Wohlberg & Co. steckten zwar nie auf, doch dichter als bis auf 21:27 durch einen Dreier von Britta Hueske (13.) kamen sie nicht mehr heran. Spätestens nach einem 22:5-Lauf der Gäste im dritten Viertel war die Niederlage der Senger-Crew besiegelt. Ärgerlich, dass im vierten Durchgang auch noch Britta Hueske und Erika Bobo umknickten und behandelt werden mussten.

Von einem psychologischen Plus für das Rückspiel wollte Raoul Scheidhauer aber nichts wissen: „Wir haben das letzte Heimspiel mit 23 Punkten verloren. Da jetzt von einem Vorteil zu sprechen, wäre lächerlich.“

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