Nach Steenbock-Aus

Ceglarek macht den Kaltstart bei Stemmen - Walsede siegt im Pokal mit 3:1

Stets einen Schritt schneller: Walsedes André Weiland (rotes Trikot) – hier gegen Hannes Bellmann – machte ein gutes Spiel.
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Stets einen Schritt schneller: Walsedes André Weiland (rotes Trikot) – hier gegen Hannes Bellmann – machte ein gutes Spiel.

Kirchwalsede – Das laute Schreien war auf dem gesamten Sportplatz in Kirchwalsede zu hören. Jannis Steenbock hämmerte seine Faust immer wieder in den Rasen. Schnell war klar, dass es für den Schlussmann des Fußball-Kreisligisten nach seiner womöglich schweren Knieverletzung nicht mehr weitergehen konnte. Ein Ersatzkeeper? Fehlanzeige. Zuschauer Heiko Ceglarek sprang kurzentschlossen ein und hütete für die letzte halbe Stunde den Kasten. An dem 48-Jährigen lag es letztlich aber nicht, dass in der zweiten Runde des Kreispokals Endstation war – 1:3 (0:1) hieß es gegen den klassentieferen FC Walsede.

Da Ceglarek, langjähriger Angreifer der ersten Herren, schon seit mehreren Jahren gar nicht mehr zum Kader gehört, war er auch nicht für die Partie vorgesehen und hatte somit keine Fußballsachen dabei. Mit langer Trainingshose ging es zwischen die Pfosten, das Trikot zog er sich über seinen Pullover, die Fußballschuhe bekam er aus der Mannschaft geliehen. „Die Schuhe waren etwas zu klein, ich musste die Zehe einziehen“, verriet Ceglarek hinterher.

Der Schreckmoment mit Steenbock war den Stemmern anzumerken, leichte Verunsicherung machte sich breit. „Das war der Knackpunkt“, fand auch Coach Heiko Meyer. Die Folge: Walsede erhöhte durch Benneth von Frieling auf 2:0 (67.). Das 1:0 hatte in der ersten Halbzeit Arthur Weigle erzielt (16.). Nach dem 0:2 fanden die Gäste zurück in die Spur. Tobias Lehmann schaffte es, auf 1:2 zu verkürzen (76.).

Fortan gerieten plötzlich die vorher spielbestimmenden Gastgeber etwas ins Schwimmen. „Dass es noch mal spannend wurde, hatten wir uns selbst zuzuschreiben. Wir waren nicht konsequent genug“, so Walsedes Coach Sascha Bernholz. Stemmen warf in der Schlussphase alles nach vorne. Ein Tor sprang aber nicht mehr heraus. Und so machte Marcel Fettköter für Walsede alles klar und vermieste Ceglarek sein „Comeback“ – 3:1 (90.).

Von Mareike Ludwig

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