Sportlerwahl des Jahrzehnts - Startnummer 26

TC Grün-Weiß Rotenburg: Burinas Eigengewächse sorgen für eine Erfolgs-Ära

Coach Zlatan Burina mit „seinen“ Jungs.
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Coach Zlatan Burina (r.) mit „seinen“ Jungs: Die Tennis-Herren des TC GW Rotenburg feierten 2019 mit dem Aufstieg in die Oberliga den bisher größten Erfolg. Dafür wurde das Team zur „Mannschaft des Jahres“ im Altkreis Rotenburg ausgezeichnet.

Rotenburg – Exakt ein Foto hängt an einer der Wände in der Halle am Nobelsteder Weg. Genau unter diesem Erinnerungsstück nimmt Trainer Zlatan Burina täglich auf der Tribüne Platz. Auf dem Bild zu sehen: Eine Gruppe junger Tennistalente. „Ich weiß gar nicht, wieso es hier hängt“, sagt Burina lachend. Fest steht: Das Team des TC Grün-Weiß Rotenburg auf dem Bild hat die Erfolgs-Ära des Sportlerwahl-Siegers von 2013 und 2019 eingeleitet. Burina weiß noch ganz genau: „Damals sind wir 2009 mit den Herren in die Landesliga aufgestiegen. Das war für uns herausragend.“

Das Besondere: Mit Lars Rademacher, Philipp Barautzki und Tarik Burina sind gleich drei Talente von damals heute, zwölf Jahre später, immer noch mit dabei. Neben dem Trio sind mittlerweile Sebastian Loss, Emir Burina, Vincent Wuttke und Calvin Endom fester Bestandteil des Teams und führen die Erfolgsgeschichte fort. Denn seit dem vergangenen Sommer läuft Rotenburg in der vierthöchsten deutschen Spielklasse, der Nordliga, auf. Nie zuvor waren die Herren der Wümmestädter in solchen Höhen unterwegs. Nach der überraschenden Oberliga-Meisterschaft 2019 durfte Rotenburg trotz der Coronapandemie im Sommer 2020 das Debüt in der Nordliga feiern. Auch in der Wintersaison sind die Kreisstädter nun in der Nordliga angekommen – dort wartet das Team jedoch noch auf seinen Einstand aufgrund der abgesagten Spielzeit.

Dass die Tennis-Cracks so hoch aktiv sind, ist außergewöhnlich. Immerhin spielen die Konkurrenten aus Hamburg, Hannover und Bremen finanziell in einer anderen Klasse. Schon in der Oberliga ist es normal, dass die Spieler für Geld auflaufen. In der Nordliga hat sich die Finanzstärke der Gegner noch einmal erhöht. Bei Rotenburg bleiben sie sich jedoch treu. Für keinen Akteur gibt es einen Cent. Lediglich die Flüge für die gelegentlich als Verstärkung eingeflogenen Bosnier Aziz Kijametovic und Danijal Muminovic werden vom Club bezahlt. Coach Burina machte das Duo in seiner bosnischen Heimatstadt Tuzla ausfindig und beherbergt die Spieler bei sich zu Hause.

Das zeigt die große Stärke der Mannschaft: der besondere Zusammenhalt. „Dass wir auch noch nach so langer Zeit zusammen sind, ist sehr besonders. Es passt auch neben dem Platz, und wir fühlen uns alle sehr wohl. Wir haben Spaß, ohne Druck zu gut zu spielen“, erklärt Leistungsträger Sebastian Loss. Er ist ebenso wie alle Rotenburger Spieler – abgesehen vom Bosnien-Duo – ein echtes Eigengewächs. „Zlatan trainiert uns, seitdem wir kleine Jungs waren“, betont Loss.

Kurios: Keiner der Teammitglieder kommt aus Rotenburg oder ist dort wohnhaft. Vielmehr leben sie in Sottrum, Visselhövede, Scheeßel, Lauenbrück und Hipstedt. Doch der TC Grün-Weiß Rotenburg ist für sie seit der Jugend der Tennis-Heimatverein.

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