Rotenburgs Tennis-Herren nach 6:0 gesichert / Kijametovic glänzt mit variantenreichem Spiel

Burina verschafft sich Respekt

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Variantenreiches Spiel, sehenswerter Auftritt: Aziz Kijametovic findet sich auf dem Teppich immer besser zurecht. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseSemir Burina war erleichtert. Ziemlich erleichtert. „Endlich! Wurde ja auch Zeit“, kommentierte die Nummer eins des TC Grün-Weiß Rotenburg seinen ersten Sieg in dieser Saison. Gleichzeitig ebnete der 24-Jährige seinem weiter ungeschlagenen Tennis-Oberligisten damit den Weg zum Heimerfolg gegen den Oldenburger TeV II. Mit 6:0 fiel dieser sogar noch extrem deutlich aus – sodass keiner mehr ernsthaft am Klassenerhalt zweifelt.

Nach bisher drei Unentschieden (jeweils nach einer 3:1-Einzelführung) bringt der erste Sieg frühzeitig die Planungssicherheit. Nur bei einer kaum vorstellbaren Ergebniskonstellation könnte es noch einmal eng werden. Doch daran glaubt selbst Trainer Zlatan Burina nicht: „Jetzt können wir sogar nach oben gucken, nicht mehr nach unten“, meinte er angesichts des vierten Platzes mit 5:3 Punkten frohlockend.

Gegen Oldenburgs extrem junge Reserve (keiner aus dem Quartett ist volljährig) feierten die im Schnitt auch nur vier Jahre älteren Rotenburger einen Sieg, der klarer kaum hätte ausfallen können: 12:0 Sätze und ein Spielverhältnis von 73:20 belegen die Dominanz. Am eindrucksvollsten demonstrierte das der Bosnier Aziz Kijametovic im Duell der „Zweier“ mit Andreas Cirja. Bereits nach 50 Minuten beendete er das Match mit 6:1, 6:1 für sich. Übrigens mit einem Ass, was zum Spiel des eingeflogenen Rotenburgers passte. Mal platzierte Kijametovic einen unerreichbaren Rückhand-Longline-Ball aus dem Nichts, dann setzte er seine knallharte Vorhandpeitsche ein, um zwischendrin gefühlvolle Stopps einzustreuen – variantenreicher ging es kaum. „Das ist sein großer Vorteil“, so Trainer Zlatan Burina, der seinen Landsmann auch nächsten Sonnabend in der Partie beim Barrier TC einsetzt.

Knapp zehn Minuten mehr benötigte Youngster Sebastian Loss aufgrund der längeren Aufschlagspiele – dann hatte er seinen Gegenüber Pascal Doose noch deutlicher bezwungen (6:1, 6:0). Auch die Nummer vier bleibt damit im Einzel ungeschlagen. Ebenso wie auch Philipp Barautzki, der den 15-jährigen Lennard Zumbrock immer wieder zu „Unforced Errors“ zwang – selbst vermeintlich leichte Schmetterbälle setzte er ins Netz. 6:2, 6:1 hieß es am Ende, sodass der Gesamtsieg feststand.

Denn: Kurz zuvor hatte Semir Burina das Spitzenspiel gegen Gian-Luca Blöcker ohne Aufschlagverlust mit 7:5, 6:1 für sich entschieden. Das Break im ersten Satz schonte sich der Rotenburger bis zum Schluss auf – da aber gestattete er dem aufschlagenden Hunterstädter, der gleich zwei Doppelfehler produzierte, keinen Punkt. „Da hat er Respekt gehabt, und ich bin mehr Risiko gegangen“, analysierte Semir Burina die Vorentscheidung, verwandelte schließlich den ersten Matchball mit dem zweiten (!) Aufschlag und meinte schon gleich danach: „Jetzt wollen wir auch 6:0 gewinnen.“

Gesagt, getan. Die bisherige Doppelschwäche war wie weggeblasen. Burina und Loss bezwangen Blöcker und Cirja mit 6:4, 6:0, während Kijametovic und Barautzki gegen Zumbrock und Doose beim 6:2, 6:2 nichts zuließen.

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