Wechsel nach Rahlstedt in die Nordliga / „Ich habe schon jetzt viel Herzschmerzen“

Burina ohne Burina

Philipp Barautzki (l.) und seine Teamkollegen in Rotenburg müssen künfig ohne Semir Burina auskommen. Er wechselte in die Nordliga zum Rahlstedter HTC. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Der Kopf hat entschieden, nicht das Herz – und der TC Grün-Weiß Rotenburg verliert dadurch erneut ein Eigengewächs: Semir Burina steht dem Tennis-Landesligisten in der am Sonntag beginnenden Saison nicht mehr zur Verfügung. Der 26-Jährige hat sich dem Rahlstedter HTC in der Nordliga angeschlossen.

„Ich habe Rotenburg absolut schweren Herzens verlassen“, betont Semir Burina, der jahrelang an den vorderen Positionen in Landes- und Oberliga gespielt hat. „Aber ich habe die Entscheidung getroffen, um mich auch persönlich weiterzuentwickeln und auf eigenen Beinen zu stehen.“ Ausschlaggebend war vor allem der Wohnortwechsel, denn Semir Burina ist inzwischen in Hamburg als Investmentberater bei einem großen Finanzdienstleister angestellt und wohnt in Barmbek-Nord. Im Winter war er noch gependelt, um für die Grün-Weißen von der Wümme aufzuschlagen. Jetzt müssen die alten Teamkollegen sowie sein Trainer und Vater Zlatan Burina ohne ihn auskommen, wenn es am Sonntag um 11 Uhr mit dem Heimspiel gegen den SC Wietzenbruch losgeht.

Böse ist ihm keiner. „Die können das alle nachvollziehen“, sagt Semir Burina. „Es ist schön zu wissen, dass man im Verein so einen Rückhalt hat. Der Verein hat mir so viel gegeben und ist für mich eine Familie gewesen.“

Der Rahlstedter HTC, ein Club mit großer Tradition in Hamburg und früher auch schon in der Regionalliga spielend, hatte schon im Winter bei ihm angeklopft – damals hatte er abgelehnt. „Aber die Jungs hier sind schon cool“, findet Burina. An Nummer eins spielt immerhin der amtierende Deutsche U 16-Meister Marvin Müller. Burina ist an Position sechs eingeplant – schließlich spielt er beim Nordliga-Aufsteiger eine Liga höher als für Rotenburg in der letzten Saison, die mit dem Abstieg aus der Oberliga endete.

Gleichzeitig eifert er neben dem Job als Finanzexperte seinem Vater ein wenig nach. Semir Burina ist in Rahlstedt nämlich auch als Trainer tätig. Er coacht die Oberliga-Damen des Clubs – so entstand letztlich der Kontakt zum Herrenteam. Außerdem war der TC Grün-Weiß Rotenburg den Hamburgern längst ein Begriff. „Wir haben uns als Rotenburg in den letzten Jahren schon einen Namen gemacht“, meint Semir Burina.

Seine neue Mannschaft startete übrigens bereits am 1. Mai in die neue Serie. Beim 4:5 gegen den Suchsdorfer SV II wirkte der ehemalige Rotenburger aber nicht mit. „Ich bin noch nicht richtig in Form“, sagt er.

Und was traut er seinen alten Kollegen künftig zu? „Ich mache mir relativ wenig Sorgen und hoffe mal auf den eigenen Nachwuchs.“ Er denkt dabei etwa an Peer Freytag, aber auch an seinen jüngeren Bruder Emir, der langfristig in seine Fußstapfen treten könnte. Zudem hilft in diesem Sommer auch der Bosnier Aziz Kijametovic wieder für einige Spiele aus. Ansonsten ist das Gerüst des Teams mit Sebastian Loss, Philipp Barautzki, Lars Rademacher und Tobias Loss zusammengeblieben. Und eine Rückkehr, die will auch Semir Burina nicht ausschließen: „Ich habe jetzt schon ziemlich viel Herzschmerzen“, gesteht er.

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