Vorstand Finanzen bei den Hurricanes im Interview

Utz Bührmann: „Der Druck ist gewaltig“

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Utz Bührmann (v.) geht mit gutem Beispiel voran. Der Vorstand Finanzen von den Avides Hurricanes setzt im Abstiegsduell gegen die TH Wohnbau Angels auf die Unterstützung der Fans.

Rotenburg - Gleich zu Beginn des Sportjahres schlagen die Herzen der Bundesliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes ein wenig schneller. Immerhin steht am Samstag (18.30 Uhr) in der Großen Halle in Scheeßel für das Team von Coach Tomas Holesovsky das Abstiegsduell schlechthin gegen die BG Donau-Ries an. Utz Bührmann, Vorstand Finanzen bei den Hurricanes, hat den Überlebenskampf in der Bundesliga bereits angenommen, wie er im Interview durchblicken lässt.

Als das Tabellenschlusslicht geht es in die Begegnung gegen den Drittletzten. Ist das trotz Rückrundenbeginns schon Abstiegskampf pur?

Utz Bührmann: Das Jahr ist zwar noch jung, aber das Spiel am Samstag ist schon ein ganz wichtiges. Sollte die Partie und damit der direkte Vergleich verloren gehen, wird es kaum noch möglich sein, zwei Teams zum Ende der Saison hinter uns zu lassen.

Also geht es bereits um alles oder nichts?

Bührmann: Ehrlicherweise wohl ja! Die Hinrunde ist nicht so gelaufen, wie wir uns das erhofft haben und die Ausbeute von drei Siegen aus zwölf Spielen schon sehr mager. Einem tollen Sieg über Herne folgten vermeidbare und ärgerliche Niederlagen in Hannover nach Overtime und in Freiburg. Aber wir müssen jetzt nach vorne schauen und jedes Spiel fokussiert angehen.

Welche Rolle spielt der Kopf in der Partie?

Bührmann: Der Druck ist gewaltig, aber die Aufgabe ist mit voller Unterstützung der Fans, die das Team braucht, machbar. Ein Sieg gegen Nördlingen soll das Signal für neue Aufbruchstimmung und den Start der „Mission Klassenerhalt“ sein.

Spielen die Rückkehrerinnen Andrea Baden und Janae Young sofort eine wichtige Rolle?

Bührmann: Andrea Baden kann der Mannschaft vor allem in der Defense helfen. Eine aggressive Verteidigung ist der Schlüssel zum Erfolg und dafür steht auch unsere zweite Rückkehrerin Janae Young. Schon mit Jetlag und Erkältung hat sie vorbildlichen Einsatz in der Defensive gezeigt, Bälle erobert und damit eine schnelle Spieleröffnung ermöglicht. Das sie obendrein auch in der Offense scoren kann, mit ihrem Zug zum Korb Räume eröffnet und stets gefährlich ist, war ohnehin klar. Das hat sie gleich wieder unter Beweis gestellt.

Mit dem Zugang von Janae Young muss nun immer ein Profi bei Spielen zuschauen. Stört das vielleicht den Teamgeist?

Bührmann: Das es jetzt vier Nicht-EU-Ausländer für drei Positionen gibt, fördert auch den internen Wettkampf um die Einsatzzeiten positiv und alle Spielerinnen müssen sich ihren Startplatz über den Einsatz im Training erarbeiten.

Was halten Sie vom Gegner aus Nördlingen?

Bührmann: Ich habe größten Respekt vor dem Team, weil sie, genau wie wir auch, mit einem kleinem Kader und geringem Etat seit Jahren in der Bundesliga spielen. Sie haben diese Saison aber auch diverse Probleme in ihrem Spiel und bisher auch nicht unbedingt durch Konstanz geglänzt. Wir haben das schlechte Hinspiel auswärts mit drei Punkten gewonnen und wollen unbedingt auch das Rückspiel und damit den direkten Vergleich für uns entscheiden! Für Nördlingen ist der Druck nicht viel kleiner. Sie können sich auch nicht erlauben, den direkten Vergleich zu verlieren! Um die erfahrenen und nervenstarken Kräfte wie Pia Mankertz und Janae Young muss unsere Mannschaft jetzt zeigen, was in ihr steckt.

Ist es denn ein Vorteil, dass in der eigenen Halle gespielt wird?

Bührmann: Wir hoffen ganz klar auf die lautstarke Unterstützung unserer Fans und eine volle Halle in Scheeßel. Es wird wieder einen Familienrabatt beim Eintritt geben und jeder Zuschauer, der ein lärmendes Instrument mitbringt und benutzt, erhält einen Euro Ermäßigung. Egal ob Trommel, Rassel oder Tröte. Wir wollen unseren Heimvorteil voll ausspielen und das Team mit einer großartigen Kulisse unterstützen. Und Janae hat gleich im Test gegen Braunschweig gezeigt, worauf es dabei vor allem ankommt: Hoher körperlicher Einsatz, Energie beim Ballvortrag und Willenskraft beim Rebounding sind der Schlüssel.

Können die Zuschauer von einem knappen Match ausgehen?

Bührmann: Ich freue mich auf dieses Spiel und erwarte nichts weniger als ein kampfbetontes und sicherlich nervenaufreibendes Schicksalsspiel mit vollem Einsatz und höchstem Engagement sowohl der Spielerinnen als auch der Fans. Dafür wurde dieser Sport gemacht und deshalb kann man sich dieses Spiel auch auf keinen Fall entgehen lassen.

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