Rotenburg hat Platz zwei nach 26:24 gegen Brinkum in der eigenen Hand

Bruns wirft Rotenburg ganz dicht an die Aufstiegsränge

Gestern wurde Fabian Knappik (am Ball) 24 Jahre alt, am Tag zuvor holte er sich mit dem TuS Rotenburg bereits das „Geschenk“ ab – gegen Brinkum gab es einen 26:24-Sieg. - Foto: Woelki

Rotenburg - Der TuS Rotenburg ist dem Traum von der Oberliga wieder ein Stück näher gekommen. Nach dem mühsamen 26:24 (9:10)-Sieg in der Handball-Verbandsliga gegen den abstiegsbedrohten FTSV Jahn Brinkum bleibt das Team von Trainer Nils Muche zwar auf dem dritten Tabellenplatz, kann aber am Samstag mit einem Sieg beim SV Beckdorf II die Tabelle geraderücken und am VfL Fredenbeck II vorbei auf Platz zwei sowie damit einem Aufstiegsrang ziehen. Aktuell hat Rotenburg einen Minuspunkt weniger als der Rivale aus dem Kreis Stade.

„Wir sollten nicht zu euphorisch sein, denn auch die Partie gegen Brinkum hat gezeigt, dass jedes Spiel erst einmal gewonnen werden muss“, warnt Muche. Aber egal, wie die abschließenden vier Spiele auch ausgehen mögen – es ist jetzt schon eine überragende Saison des Aufsteigers.

Gegen Jahn Brinkum wurde der Ausfall des bisher 149-fachen Torschützen Lukas Misere gut kompensiert. Sein Debüt gab der A-Jugendliche Jonas Niemann, der sich nicht nur wegen seines Tores gut einfügte. „Ein gelungener Einstand“, lobte auch Co-Trainer Maik Hoops den 18-Jährigen. Eine richtig starke Partie lieferte Luka Bruns ab, der sich in der Mannschaft als Zugpferd erwies und immer wieder die Brinkumer Abwehr forderte. Das gelang ihm ausgezeichnet, wie seine neun Treffer zeigen. Im Tor stand 50 Minuten Alexander Meyer, der ebenfalls eine klasse Leistung abrief. Er wurde erst in den letzten zehn Minuten von Yannick Kelm abgelöst.

Bis zum 4:4 blieb das Spiel ausgeglichen. Dann aber zog Jahn Brinkum überraschend auf 9:5 davon. „Unsere Offensive hatte mit der Brinkumer 4:2-Deckung Probleme und hat sich in dieser Phase zu viele Fehler erlaubt. Wir haben überhaupt keinen Zugriff gefunden“, stellte Muche fest. Bis zur Pause kämpfte sich der TuS Rotenburg aber auf 9:10 heran.

Zu Beginn der zweiten 30 Minuten hatten die Gastgeber ihre stärkste Phase: Gestützt auf eine starke Abwehr ging der Tabellendritte mit 16:11 in Führung und hatte damit den Grundstein für den 13. Sieg im 20. Spiel gelegt. Die sich gut verkaufenden Brinkumer steckten aber nicht auf und kämpften sich in der Schlussphase über ein 14:18 auf 21:23 heran. Rotenburg wurde aber nicht nervös, sondern spulte das Pensum ruhig runter. Folge davon war, dass zwei Minuten vor dem Abpfiff beim Stande von 26:22 alles entschieden war. Den Gästen gelang nur noch eine Ergebniskosmetik zum Endstand von 24:26.

Rotenburgs Coach gefielen zwar die zwei Punkte, aber nicht das Spiel seiner Mannschaft: „Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit waren mit der Führung von fünf Toren ganz okay, doch danach sind wir wieder in das alte Schema zurückgefallen. In Beckdorf müssen wir uns deutlich steigern, wenn es mit Platz zwei klappen soll“, weiß er. - jho

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