Scheeßel erkämpft sich 1:1 gegen RSV II / Drewes: „Aufgehört, Fußball zu spielen“

Bretzke rutscht aus – Schanowski macht Fehler wett

Entkommen: Rotenburgs Patrick Werna (l.) hat hier gegen Nico Schanowski das Nachsehen. Der Scheeßeler sorgte mit seinem Treffer für das umjubelte 1:1. - Foto: Woelki

Scheessel - Von Mareike Ludwig. Für den einen hat es sich wie eine Niederlage, für den anderen wie ein Sieg angefühlt. Dementsprechend unterschiedlich waren auch die Gemütszustände der beiden Trainer. Während Christoph Drewes mit gesenktem Kopf am Spielfeldrand stand, ballte Sven Schumacher beide Hände zu einer Siegerfaust. Kein Wunder, hatten seine Kreisliga-Fußballer des SV RW Scheeßel zu Hause gegen den Favoriten Rotenburger SV II ein 1:1 (0:1) erkämpft.

„So dürfen wir uns in der zweiten Halbzeit nicht präsentieren. Wir haben einfach aufgehört, Fußball zu spielen. Für mich absolut unbegreiflich“, sagte Drewes hinterher sichtlich frustriert. Sein Gegenüber hatte dagegen beste Laune: „Das ist ein Punkt, den wir nicht eingeplant haben. Ich bin total zufrieden“, meinte Schumacher nicht ohne Stolz.

Der Scheeßeler Coach bewies im Vorfeld ein gutes Händchen, indem er seinen Sechser Mike Sprenger nach hinten in die Innenverteidigung zog. Der 29-Jährige stand sehr sicher und ließ die Rotenburger nicht wirklich zur Entfaltung kommen. Dafür fehlte den Gastgebern aber der Zug nach vorne. Bereits vor dem Sechzehner war Endstation. „Ich musste mich entscheiden, ob wir hinten sicher stehen wollen oder aber Mike mit nach vorne Dampf machen soll. Mir war die erste Variante wichtiger“, erklärte Schumacher. Die Gäste bestimmten zwar den ersten Durchgang, doch zwingende Chancen kamen nicht dabei heraus. Es dauerte bis zur 26. Minute, ehe Patrick Werna erstmals einen ernsthaften Torschuss abgab.

Kurz vor der Halbzeit hatte der RSV II dann Glück, dass Scheeßels ansonsten sicherer Keeper Sebastian Bretzke nach einer Ecke von Kay Slominski ausrutschte. Somit stand Patrick Brillowski am zweiten Pfosten blank und schob aus zwei Metern locker zum 1:0 ein (41.). „Der Treffer war natürlich richtig ärgerlich. Es darf aber auch nicht sein, dass sich unsere Leute auf den Keeper verlassen und keiner hinterhergeht“, so Schumacher.

Nach dem Seitenwechsel ein anderes Bild. Der Wümme-Club zog sich mehr und mehr zurück und überließ Scheeßel das Kommando. Die Gastgeber kämpften sich ins Spiel zurück. Auf der linken Seite wusste Yunes Parvizi mit guten Aktionen auf sich aufmerksam zu machen. Es fehlte jedoch der Abschluss. In der 58. Minute setzte sich Nico Schanowski gekonnt gegen Werna durch, legte den Ball in die Mitte auf Jan Loos, doch der Angreifer schoss den Ball rechts vorbei. Besser machte es dann Schanowski selbst, als er zum fälligen 1:1 einnetzte (78.). Die Antwort der Gäste? Fehlanzeige! „Wir haben um den Ausgleich gebettelt. Scheeßel hat es im zweiten Durchgang gut gemacht und richtig gekämpft. Von daher ist das Ergebnis schon in Ordnung, auch wenn es für uns viel zu wenig ist“, ärgerte sich Drewes, der mit seiner Elf dadurch von Rang zwei auf Platz fünf abrutschte.

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