RSV verpflichtet Offensivspieler mit Regionalliga-Erfahrung

Brendel ist der erste Neuzugang

Samstag noch für den FC Oberneuland im Pokal im Einsatz, nächste Saison dann beim RSV am Ball: Marcel Brendel (l.) mit Coach Tim Ebersbach. Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die sportliche Vita ist beachtlich. Kein Wunder, dass Coach Tim Ebersbach urteilt: „Ein sehr gelungener Transfer. Er wird uns weiterhelfen und ist mein Wunschspieler für die Offensive!“ Marcel Brendel ist der erste Neuzugang für die Landesliga-Fußballer des Rotenburger SV. Der 31-Jährige kommt zur nächsten Saison vom Bremenliga-Vizemeister FC Oberneuland und bringt Regionalliga-Erfahrung mit.

„Ich kannte Rotenburg vorher nur vom Hörensagen und wusste, dass der HSV hier mal war“, gesteht Brendel. Sein Wechsel an die Wümme also nur ein Zufall? Nicht ganz: Da er in Bremen wohnt und neuerdings in Rade vor den Toren Hamburgs arbeitet, liegt Rotenburg quasi auf dem Weg. Sein aktueller Trainer Kristian Arambasic „hat es dann mit in die Wege geleitet“, verrät Brendel. „Dafür bin ich ihm sehr dankbar.“ In Oberneuland hatte er nicht mehr allzu viele Spielanteile, da er aufgrund des Jobs als Bereichsleiter in der Logistikbranche nur noch eingeschränkt trainieren konnte.

Also suchte er eine Alternative und sah sich den RSV im Heimspiel gegen Teutonia Uelzen an – gemeinsam mit seinem fünfjährigen Sohn. „Das war ein stückweit beeindruckend. Die Anlage ist schön, das Gespräch mit dem Trainer war super. Da habe ich gleich Bock bekommen“, sagt der Routinier, der in der Jugend unter anderem für Union Berlin und den VfL Wolfsburg gespielt hat. Im Herrenbereich startete er 2007 bei Schalkes Amateuren und stand in einer Mannschaft mit Ralf Fährmann. Es folgte der Wechsel zum 1. FC Magdeburg. „Da habe ich in der Regionalliga noch gegen RB Leipzig gespielt“, erinnert sich Brendel und gesteht: „Ich bin schon ein bisschen herumgekommen.“ Auch auf dem Feld, denn neben seinen Offensivqualitäten hat sich der Linksfuß auch als Außenverteidiger bewährt. „Ich spiele aber gerne in der Offensive, am liebsten in der Mitte“, gesteht er.

Noch vor dem Wochenende wurde sich Rotenburgs Sportlicher Leiter Torsten Krieg-Hasch mit dem gebürtigen Berliner einig, Freitag schaute dieser bereits kurz beim Training vorbei und ließ sich von Ebersbach schon mal die Kabine zeigen. Samstag wird er sich allerdings noch einmal in Bremen umziehen, schließlich trifft Oberneuland im Finale des Verbandspokals auf den Bremer SV – bereits um 10.30 Uhr. Coach Arambasic hat deshalb bereits um sieben Uhr zum Frühstück geladen.

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