Bremervördes Coach erwartet „Psychospielchen“

Koch kennt Rotenburg bestens

Aufgepasst! Rotenburgs Coach Nils Muche (r.) erklärt seinen Spielern, was er von ihnen erwartet. Im Derby gegen Bremervörde geht es auch darum, die Nerven im Griff zu haben. - Foto: Freese
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Aufgepasst! Rotenburgs Coach Nils Muche (r.) erklärt seinen Spielern, was er von ihnen erwartet. Im Derby gegen Bremervörde geht es auch darum, die Nerven im Griff zu haben.

Rotenburg - Die Handball-Macht in Kreis Rotenburg saß über Jahrzehnte im Norden – nun scheint es so, als würde der TuS Rotenburg dem TSV Bremervörde diese Rolle abspenstig machen. Am Sonntag (17 Uhr) kommt es in der Pestalozzihalle erstmals überhaupt auf dieser Ebene, in der Oberliga, zum Aufeinandertreffen beider Teams. „Da werden sicher auch die Emotionen hochkochen. Das wird ein heißer Tanz“, sagt Bremervördes Trainer Thomas Koch.

Koch coacht seit dem Sommer den abstiegsgefährdeten Tabellenzwölften. Und doch kennt er die Rotenburger besser, als diesen vielleicht lieb ist. Der frühere Bundesligaspieler des VfL Fredenbeck war in den vergangenen beiden Verbandsliga-Spielzeiten als Trainer mit dem TV Langen zu Gast an der Wümme. Und das erfolgreich: Zuletzt entführte er mit seinem Team einen Punkt, das Jahr zuvor verlor Rotenburg den Sieg am grünen Tisch, weil mit Christian Schaffran ein nicht im Spielbericht eingetragener Akteur eingesetzt wurde – dadurch wurde der Aufstieg verspielt.

Obwohl sich Bremervörde und Rotenburg in Punktspielen bisher nicht begegnet sind, ist Koch also bestens informiert – auch wenn sich die Rotenburger nicht an der „Sportlounge“, einem interaktiven Videoportal, beteiligen. „Sie haben eine tolle Mannschaft, gerade Lukas Misere und Luka Bruns sind gute Jungs, auch Sören Heyber hat im linken Rückraum richtig Dampf im Arm. Aber ich weiß auch, wer emotional leicht zu kitzeln ist“, sagt Koch schmunzelnd und erwartet durchaus „kleine Psychospielchen“. Sein Team hat auswärts zwar auch noch keinen Punkt geholt, aber „der Wille spielt in so einem Derby eine große Rolle“, glaubt Koch. Der immer wieder von Achillessehnenproblemen geplagte Routinier Adnan Salkic, die Seele der Mannschaft, ist jedenfalls fit.

„Wir sind heiß auf die nächste Aufgabe vor heimischer Kulisse“, sagt auch Rotenburgs Coach Nils Muche. „Alle wollen den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt absolvieren“, versichert er. Bei seinem Tabellenvierten stehen bis auf den Langzeitverletzten Daniel Jäger und den privat verhinderten Max Nowosadtko voraussichtlich alle Akteure zur Verfügung. 

maf/jho

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