Hellweger muss gegen Bayern zuschauen

Jannis Niestädt ist Bremer Pokalsieger, doch gegen Lewandowski darf er nicht spielen

Jannis Niestädt (r.) präsentiert mit dem Teamkollegen Maximilian Schulwitz den Pokal.
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Jannis Niestädt (r.) präsentiert mit dem Teamkollegen Maximilian Schulwitz den Pokal.

Wie bitter ist das denn! Der Hellweger Jannis Niestädt wird mit dem Bremer SV Pokalsieger ‒ doch im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München wird er nicht auf dem Platz stehen.

Rotenburg – Der Sponsor hatte geladen: Die Auslosung der ersten DFB-Pokalrunde war ein Pflichttermin für Jannis Niestädt. Als frischgebackener Bremer Pokalsieger ohnehin. Also blickte der 26-jährige Hellweger, der Mitte der vergangenen Woche als Innenverteidiger mit zum 2:1-Finalsieg des Bremer SV über den Brinkumer SV beigetragen hatte, zusammen mit den Kollegen auf die Leinwand in der Union Brauerei – und bekam live mit, als Ex-Profi Thomas Broich den FC Bayern München als Los zog.

„Ich gönne das den Jungs. Aber klar tut das weh“, gesteht Niestädt. Denn: Das Finalspiel war sein letztes für den Bremer Traditionsclub. In den Genuss der Bayern-Partie kommt er als Spieler nicht mehr, weil er den Bremer SV nach einer Saison wieder verlässt.

Ich gönne das den Jungs. Aber klar tut das weh. 

Jannis Niestädt

„Es wäre doch gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht gerne gegen Lewandowski gespielt hätte. Aber es gab keinen Gedanken, ob ich das nicht irgendwie geregelt kriege – auch wenn meine Jungs versucht haben, mich noch zu überreden“, sagt Niestädt, der aufgrund seines Studiums seinen Lebensmittelpunkt wieder nach Hamburg verlegt und dort auch bereits einen neuen Verein gefunden hat. „Das ist aber noch nicht spruchreif, weil ich den Vertrag noch nicht unterschrieben habe.“

Mit den Ex-Kollegen des Bremer SV habe er sich dennoch „mega mitgefreut. Das war pure Ekstase. Auch weil wir das Gefühl hatten, dass wir das Los am meisten verdient hatten“, erzählt Niestädt. In 13 Tagen waren die fünf ausstehenden Pokalrunden durchgeprügelt worden. „Wir waren in der Zeit mehr auf der Physiotherapie-Liege als auf dem Trainingsplatz und haben uns mit Pferdesalbe eingeschmiert“, berichtet das ehemalige Abwehr-Ass des Rotenburger SV. Auch wenn er das Los mit einem „weinenden Auge“ betrachtet, steht für Jannis Niestädt fest, dass er dabei sein will – als Zuschauer. „Ich würde mir wünschen, dass sie für die Oberligisten eine Ausnahme machen und das Spiel in die Allianz-Arena verlegen“, lautet sein Vorschlag. Denkbar ist eher ein Umzug ins Weserstadion, denn am Panzenberg in Bremen-Walle, Heimstätte des Clubs, ist nur Platz für maximal 5 000 Fans.

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